Evrejskoe sčast’e (Jüdisches Glück) | UdSSR 1925 | R: Aleksej Granovskij | B: Grigorij Gričer-Čerikover, Boris Leonidov, nach Scholem Alejchem | K: Eduard Tissé, Vasilij Chvatov, N. Strukov | D: Solomon Michoels, Saša Epstein, Moisej Gol’dblat, Tamara Adel’gejm | 82 min | OmU | Eine sowjetische Stummfilm-Komödie, die freimütig die ostjüdische Schtetl-Kultur beschwört. Gedreht an Originalschauplätzen in der Ukraine, spielt eine Szene auf der Treppe von Odessa, gefilmt von Eduard Tissé nur wenige Wochen bevor er am gleichen Ort für Eisenstein die Aufnahmen zu PANZERKREUZER POTEMKIN machte. »Michoels verleiht durch seine kleine Statur der Figur Menachem Mendels eine chaplineske Aura von heruntergekommener Noblesse und rauem Pathos. Er ist unterwürfig, lässt sich jedoch nie unterkriegen und wächst einem so ans Herz. In der schönsten Szene des Films träumt Menachem Mendel, er sei ein Heiratsvermittler internationaler Größe. Auf den Stufen des Hafens von Odessa trifft er eine elegante zukünftige Braut, überreicht ihr einen Blumenstrauß und macht sie mit dem legendären jüdischen Philanthropen Baron von Hirsch bekannt, der ihn darüber informiert, dass in Amerika Bräute Mangelware seien. Solcherart gefordert, ›Amerika zu retten‹, mobilisiert Menachem Mendel sein Schtetl.« (Jim Hoberman)
Eintrittspreis 5 € (3 € bei MFZ-Mitgliedschaft), Aufschläge bei Überlänge, Live-Musik oder 3D. Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.



