leere Kinostuhlreihen aus rotem Stoff von hinten

Humphrey Bogart

Humphrey Bogart

Tough Without a Gun

Narben verheißen Geschichten. Rempler des Schicksals. Humphrey Bogart verdankte den markanten Schmiss auf seiner Oberlippe seinem Kriegsdienst. Ein Inhaftierter, den er eskortierte, schlug mit Handschellen um sich. Oder? Nein, es war Schrapnell! Oder trug er ihn seit Kindertagen, wie er David Niven erzählte? Humphrey Bogart ist ein Mann der Ungewissheiten, Widersprüche. Das beginnt mit dem Geburtsdatum: Er wird am 25. Dezember 1899 geboren. Grade noch ein Mann der zwei Jahrhunderte. Aber beharrlich hält sich in Biografien auch der 23. Januar 1900. Menschen, die seinen Lebensweg kreuzten, beschreiben ihn als den einzig aufrechten Menschen Hollywoods, als Gentleman und Vollprofi. Andere, Louise Brooks etwa, zeichnen ein weniger schmeichelndes Bild: Ein Hallodri, ständig stichelnd, im Suff jähzornig, am Set vor allem an pünktlichem Feierabend interessiert.

Unser Bild von Bogart trägt unweigerlich Trenchcoat. Doch Bogarts Bühnen-Anfänge sind in anderem Outfit: Er ist der Schnösel in den weißen Hosen. Der auf die Bühne gehopst kommt, das Racket in der Hand: »Anyone for tennis?« Das ist durchaus Type-Casting. Bogart entspringt US-Adel: Die Mutter Maud, eine berühmte Illustratorin und Frauenrechtlerin, kann ihre Familienabstammung bis zur Mayflower verfolgen. Der Vater Belmont DeForest, ein angesehener Chirurg, seine zu den ersten europäischen Besiedlern New Yorks. Nur ihr Reichtum ist neu. Für Humphrey ist es eine frühe Erfahrung der trügerischen Fassaden. Maud ist Trinkerin, distanziert, depressiv. Der Vater morphiumabhängig, gewalttätig. Später verspekuliert er sich, Bogart erbt – nach Versöhnung am Sterbebett – Schulden (die er abbezahlt) und einen Ring, den er in den meisten Filmen noch trägt. Im Sommer am eigenen Küstengrundstück fasst Bogart seine lebenslange Liebe zum Bootsfahren. Auf exklusivsten Privatschulen lernt er vor allem seine tiefe Ablehnung jeglicher Autorität.

Weiter im Text von Thomas Willmann und zum pdf der Filmreihe
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Besuchsinformation

Öffnungszeiten

Interimsausstellung “What the City. Perspektiven unserer Stadt” im historischen Zeughaus
Dienstag–Sonntag 11.00-19.00 Uhr
Eintritt frei

Filmmuseum – Vorstellungen
Dienstag / Mittwoch 18.30 Uhr und 21.00 Uhr
Donnerstag 19.00 Uhr
Freitag / Samstag 18.00 Uhr und 21.00 Uhr
Sonntag 17.00 Uhr

Das restliche Museum ist aufgrund der Generalsanierung aktuell geschlossen.

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln

S/U-Bahn Station Marienplatz
U-Bahn Station Sendlinger Tor
Bus 52/62 Haltestelle St.-Jakobs-Platz

Kontakt

St.-Jakobs-Platz 1
80331 München
Tel. +49-(0)89-233-722370
E-Mail stadtmuseum(at)muenchen.de
E-Mail filmmuseum(at)muenchen.de

Kinokasse Tel. +49-(0)89-233-724150

Informationen zur Von Parish Kostümbibliothek in Nymphenburg