leere Kinostuhlreihen aus rotem Stoff von hinten

Korean Mysteries

Korean Mysteries

Jenseits der Genres

Das koreanische phantastische Kino übernimmt nicht einfach westliche Genrekonventionen, sondern sucht eigenständige filmische Formen, die sich im Wandel gesellschaftlicher Bedingungen und kultureller Wahrnehmungen kontinuierlich weiterentwickelt haben. Statt starren klassischen Modellen zu folgen, entstehen durch die Verbindung und Transformation verschiedener Genreelemente aufregende und erfolgreiche Werke, die stilbildend sind. Vertraute Räume und Beziehungen erscheinen plötzlich fremd und bedrohlich, verborgene Konflikte des Individuums und der Gesellschaft werden sichtbar. Es geht um historische Traumata, die Ängste vor einer rasanten Modernisierung und die dunkleren Seiten menschlicher Begierden. Die Filmreihe reicht von Low-Budget-Produktionen der 1960er-Jahre, die auf der Tradition koreanischer Geister- und Spukgeschichten basieren und die bestehende Genrekonventionen variieren, bis zu Werken der 2000er- und 2010er-Jahre, die die Ausdrucksformen von Horror, Thriller, Science-Fiction und Mystery verändern und miteinander verbinden.

Erst in den 1960er-Jahren beginnt sich in Korea der Horrorfilm als bedeutender Teil des populären Kinos zu etablieren und ein breiteres Publikum zu erreichen. Als Pionier des koreanischen Horrorfilms gilt Lee Yong-min, der sich ab 1946 zunächst in zahlreichen Genres mit einem ausgeprägten Gespür für populäre Unterhaltung versucht. Er greift gerne auf volkstümliche koreanische Erzählungen und Traditionen zurück. in seinem Klassiker SAL-INMA (A BLOODTHIRSTY KILLER, 1965) geht es um einen weiblichen Geist, der einen ungesühnten Mord rächen will. AKMAWA MINYEO (THE DEVIL AND THE BEAUTY, 1969) erzählt die Geschichte eines Arztes, der aus Verzweiflung mordet, um die geliebte Frau am Leben zu erhalten. Filme wie AGUI KKOT (THE FLOWER OF EVIL,1961) und MOKEOBTNEUN MINYEO (THE NECKLESS BEAUTY), 1966) variieren diese Motive. Als Kameramann, der erst später zur Regie fand, verfügt Lee Yong-min über ein ausgeprägtes technisches Verständnis und weiß Spezialeffekte, 3D-Aufnahmen, Breitwandbilder, Lichtsetzung und Farbkompositionen geschickt zu nutzen, um seinen Filmen eine besondere Form des Unheimlichen zu geben.

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Besuchsinformation

Öffnungszeiten

Interimsausstellung “What the City. Perspektiven unserer Stadt” im historischen Zeughaus
Dienstag–Sonntag 11.00-19.00 Uhr
Eintritt frei

Filmmuseum – Vorstellungen
Dienstag / Mittwoch 18.30 Uhr und 21.00 Uhr
Donnerstag 19.00 Uhr
Freitag / Samstag 18.00 Uhr und 21.00 Uhr
Sonntag 17.00 Uhr

Das restliche Museum ist aufgrund der Generalsanierung aktuell geschlossen.

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln

S/U-Bahn Station Marienplatz
U-Bahn Station Sendlinger Tor
Bus 52/62 Haltestelle St.-Jakobs-Platz

Kontakt

St.-Jakobs-Platz 1
80331 München
Tel. +49-(0)89-233-722370
E-Mail stadtmuseum(at)muenchen.de
E-Mail filmmuseum(at)muenchen.de

Kinokasse Tel. +49-(0)89-233-724150

Informationen zur Von Parish Kostümbibliothek in Nymphenburg