
Museum im Wandel
Das Münchner Stadtmuseum befindet sich in einem Transformationsprozess. Bis 2031 erarbeitet das Museum eine inhaltliche Neukonzeption seiner Dauer- und Sonderausstellungen. Darüber hinaus wird der gesamte Gebäudekomplex am St.-Jakobs-Platz generalsaniert. Bei Wiedereröffnung wird das Münchner Stadtmuseum ein besucher*innenorientiertes, vielfältiges, einladendes und zukunftsweisendes Museum für ein diverses Publikum sein. Folgende Förderungen machen diesen Transformationsprozess möglich.
(K)ein Kunststück
Powersharing im Kulturbetrieb fördern
Von März 2025 bis Oktober 2026 fördert die Bildungsstätte Anne Frank das Münchner Stadtmuseum im Rahmen des Projektes "(K)ein Kunststück". In diesen anderthalb Jahren wird das Museum durch Schulungs-, Beratungs- und Vernetzungsangeboten in seinem internen Transformationsprozess begleitet. Das Team wird in verschiedenen Workshops diskriminierungskritisch und diversitätsorientiert geschult. Gleichzeitig werden Konzepte zum Powersharing auf interpersoneller und institutioneller Ebene entwickelt.
Übermorgen. Neue Modelle für Kulturinstitutionen
Förderung durch die Kulturstiftung des Bundes (KSB)
Das Münchner Stadtmuseum wird im Rahmen des Förderprogramms "Übermorgen. Neue Modelle für Kulturinstitutionen" von der Kulturstiftung des Bundes bis 2027 gefördert.
Das Programm bietet Kulturinstitutionen Unterstützung bei der Erarbeitung und Umsetzung von innovativen, partizipativen Konzepten. Ziel ist es, die Institutionen als relevante Orte des gesellschaftlichen Lebens für die Zukunft zu rüsten.
Das Münchner Stadtmuseum erkundet mit Hilfe dieser Förderung die Geschichte und Kultur des Schlachthofviertels in München. Dabei kooperiert es mit der Theater-Compagnie "El Solar" und den Anwohner*innen in der Isarvorstadt und in Sendling. Mit dem partizipativen Projekt möchte das Museum die Perspektiven der Stadtgesellschaft auf ihr eigenes Lebensumfeld kennenlernen. Die Ergebnisse fließen in die Überlegungen zur Neukonzeption für die Zeit nach der Generalsanierung ein.
Musikinstrumente aus Ozeanien und Australien
Erforschung kolonialer Erwerbskontexte in der Sammlung Musik des Münchner Stadtmuseums
Zwischen 1928 und 1985 wurden insgesamt 124 Musikinstrumente aus Papua Neuguinea, Tonga, den Salomonen, Neukaledonien, Australien, Hawaii und Ostindonesien sowie eine Flöte aus den Ancestral Remains* eines mutmaßlichen Maori zusammengetragen, die sich in der heutigen Sammlung Musik des Münchner Stadtmuseums befinden. Einen Großteil davon erwarb der Sammlungsgründer Georg Neuner (1904-1962).
Im Zuge des Projektes soll die Provenienz dieses Bestandes systematisch erforscht werden. Dabei liegt der Fokus auf der kritischen Aufarbeitung kolonialer Erwerbskontexte. Neben den Objektgeschichten sollen im Dialog mit nationalen und internationalen Partner*innen Handelsnetzwerke sowie die Bedeutung der Instrumente in ihren Herkunftsgesellschaften rekonstruiert und Transparenz geschaffen werden.
Das Projekt läuft von Dezember 2025 bis November 2026 und wird durch das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste gefördert (Projekt-ID: KK_LA07_II2024).
Ansprechpartnerin: Regina Reisinger, M.A.
*Aus Respekt gegenüber der Menschenwürde Verstorbener und ihrer Nachfahr*innen wird zwischen Musikinstrumenten als Gegenständen und als Ancestral Remains, den menschlichen Überresten von Vorfahr*innen und Ahn*innen, begrifflich unterscheiden.
Wir eröffnen 2031 das Münchner Stadtmuseum generalsaniert, architektonisch erweitert und mit neuem Konzept. In der Zeit des Umbaus denken und kreieren wir das Museum neu und schärfen unser Profil: 2031 sind wir der zentrale Ort der Begegnung, des Wissens, der Reflexion und Diskussion über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Stadt und Gesellschaft in München. Wir sammeln, bewahren, erforschen, präsentieren und vermitteln Kunst-, Kultur- und Stadtgeschichte selbstkritisch, transparent und multiperspektivisch. Mit unseren Kooperationen, unserem Programm sowie unserer Sammlungsstrategie beziehen wir aktiv Position. Als Team des Münchner Stadtmuseums arbeiten wir gemeinsam daran, ein besucher*innenorientiertes, vielfältiges, einladendes und zukunftsweisendes Museum für ein diverses Publikum zu sein.
Besuchsinformation
Öffnungszeiten
Interimsausstellung “What the City. Perspektiven unserer Stadt” im historischen Zeughaus
Dienstag–Sonntag 11.00-19.00 Uhr
Eintritt frei
Filmmuseum – Vorstellungen
Dienstag / Mittwoch 18.30 Uhr und 21.00 Uhr
Donnerstag 19.00 Uhr
Freitag / Samstag 18.00 Uhr und 21.00 Uhr
Sonntag 17.00 Uhr
Das restliche Museum ist aufgrund der Generalsanierung aktuell geschlossen.
Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln
S/U-Bahn Station Marienplatz
U-Bahn Station Sendlinger Tor
Bus 52/62 Haltestelle St.-Jakobs-Platz
Kontakt
St.-Jakobs-Platz 1
80331 München
Tel. +49-(0)89-233-722370
E-Mail stadtmuseum(at)muenchen.de
E-Mail filmmuseum(at)muenchen.de
Kinokasse Tel. +49-(0)89-233-724150
Informationen zur Von Parish Kostümbibliothek in Nymphenburg


