Die Termine der "Open Scene" am Donnerstag um 19.00 Uhr sind teilweise für aktuelle Veranstaltungen reserviert und werden eine Woche vorher festgelegt und bekanntgegeben.

Spielfilm O.K. + Filmgespräch am Do 23. Mai 2024 um 19.00 Uhr

In Erinnerung an Michael Verhoeven

Am 22. April 2024 verstarb der Münchner Autor, Regisseur, Schauspieler und Produzent Michael Verhoeven mit 85 Jahren. Das Filmmuseum widmet ihm seine „Open Scene“ am Donnerstag, dem 23. Mai 2024 um 19.00 Uhr. Gezeigt wird Verhoevens kontrovers diskutierter Spielfilm o.k., der einen authentischen Vorfall aus dem Vietnamkrieg in bayerischem Ambiente und mit Verfremdungseffekten erzählt. Michael Verhoeven führt Regie und spielt einen der fünf amerikanischen Soldaten, die sich in ihrer Stellung langweilen und eine junge Vietnamesin (Eva Mattes in ihrer ersten Kinorolle) vergewaltigen und töten. Der Film verursachte 1970 als Wettbewerbsbeitrag der Berlinale einen Skandal und führte zum Abbruch der Berliner Filmfestspiele.

Außerdem läuft ein im Kino des Filmmuseums aufgezeichnetes Gespräch zwischen Michael Verhoeven und dem Produzenten Rob Houwer, die über den Film o.k. und seine Geschichte sprechen (DE 2020, Regie + Schnitt: Donald Houwer, Stefan Drößler, 34 min). Beide Filme sind in der DVD edition filmmuseum erschienen.

o.k.
BRD 1970 | Regie + Drehbuch: Michael Verhoeven, nach seinem Theaterstück "Massaker" | Kamera: Igor Luther | Besetzung: Eva Mattes, Friedrich von Thun, Hartmut Becker, Wolfgang Fischer, Ewald Prechtl, Michael Verhoeven, Gustl Bayrhammer, Rolf Zacher | 78 min | OF

„Während eines Spähtruppunternehmens im Mekong-Delta im Jahre 1966 entführten fünf amerikanische Soldaten aus einem Dorf im Bong-Son-Tal ein junges vietnamesisches Mädchen, um es zu vergewaltigen, zu quälen und schließlich umzubringen. Nur einem der Soldaten kamen damals Bedenken: Sven Eriksson konnte das Erlebte nicht stillschweigend vergessen. Er meldete den Vorfall nach der Rückkehr zur Einheit einem Vorgesetzten. Doch der Truppenführer versuchte die Sache einfach zu vertuschen. Verhoeven hält sich an die Konstellation, die Eriksson schildert, er hält sich an die Namen, doch im übrigen hat er den Fall mit völlig freien Mitteln nachgestaltet. Er nimmt das Einzelschicksal zum Ausgangspunkt für ein vietnamesisches Passionsspiel, das nicht zufällig sich über Ostern ereignet. Er lässt es mitten in Bayern stattfinden, dargestellt von jungen Leuten, die bayerischen Dialekt sprechen. Mit der Brecht'schen Methode, ein Ereignis künstlerisch zu verfremden, um auch den Zuschauer zu einer Veränderung seiner Haltung zu bringen, will Verhoeven die Kinobesucher aus der Reserve herausholen." (Film-Echo,1970)

 

 

 

Kriegsdrama THE LONGEST DAY (Der längste Tag) am Do 30.05.24 um 19.00 Uhr

Die Landung der alliierten Truppen in der Normandie begann am 6. Juni 1944, dem D-Day, und markierte den Anfang der Großoffensive gegen die deutsche Wehrmacht. In der „Open Scene“ am Donnerstag, 30. Mai 2024 um 19.00 Uhr zeigen wir das monumentale Kriegsdrama THE LONGEST DAY aus dem Jahr 1962 in Erinnerung an diesen Tag. Mit einem einmaligen Aufgebot internationaler Stars entstand einer der letzten großen Kinofilme in Schwarzweiß, für den Hollywood-Produzent Darryl F. Zanuck gleich drei Regisseure verpflichtete, um den entscheidenden Augenblick des Zweiten Weltkrieges detailgetreu und packend zu verfilmen.

The Longest Day (Der längste Tag)
USA 1962 | Regie: Ken Annakin, Andrew Marton, Bernhard Wicki | Drehbuch: Cornelius Ryan, Romain Gary, James Jones, nach dem Roman von Cornelius Ryan | Kamera: Jean Bourgoin, Walter Wottitz | Musik: Maurice Jarre | Besetzung: John Wayne, Robert Mitchum, Henry Fonda, Rod Steiger (amerikanisch), Richard Burton, Sean Connery, Richard Todd, Peter Lawford (britisch), Curd Jürgens, Gert Fröbe, Hans Söhnker, Werner Hinz, Peter Van Eyck, Vicco von Bülow (deutsch), Jean-Louis Barrault, Arletty, Fernand Ledoux (französisch) | 180 min | OmU

„Die ersten 24 Stunden der Invasion sind die entscheidenden. Für die Alliierten und für Deutschland wird es der längste Tag sein.“ Als Generalfeldmarschall Rommel diesen Gedanken am 24. April 1944 formuliert, wird die Invasion stündlich erwartet. Nur vier Tage später scheitert ein erster Versuch der US-Truppen. Am 6. Juni landet dann eine gigantische Armada an der französischen Kanalküste; die deutschen Besatzungssoldaten begreifen zu spät, was auf sie zukommt. Der in der Kameraarbeit überragenden Kriegsfilm erzählt die Landung in der Normandie aus britischer, amerikanischer und deutscher Perspektive und setzt auf eine genaue Rekonstruktion der historischen Ereignisse und auf Detailtreue. So kommt auch das über die BBC London im Radio gesendete Gedicht "Chanson d'automne" ("Herbstlied") von Paul Marie Verlaine ins Spiel, das als Code die alliierten Truppen und die französische Résistance über den kurz bevorstehenden Angriff auf das von den Deutschen besetzte Frankreich informierte. Die aufwändigen Dreharbeiten fanden im November 1961 mit 1200 Komparsen u.a. am Strand La Conche des Baleines und auf Korsika statt. THE LONGEST DAY wurde 1963 mit zwei Oscars für die beste Kamera und die besten Spezialeffekte ausgezeichnet.

 

 

 

 

 

 

 


Besuchsinformation

Öffnungszeiten

Die Ausstellungen des Münchner Stadtmuseums sind aufgrund der Generalsanierung aktuell geschlossen. Das Kino des Filmmuseums und das Stadtcafé bleiben weiterhin wie gewohnt bis Juni 2027 in Betrieb.

Informationen zur Von Parish Kostümbibliothek in Nymphenburg

Filmmuseum – Vorstellungen
Dienstag / Mittwoch 18.30 Uhr und 21.00 Uhr
Donnerstag 19.00 Uhr
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