Das Thema Oktoberfestpostkarte ist Teil eines großen Bestands von über 13.000 Ansichtskarten zu allen Facetten von populären Vergnügungsformen, der sich in der Sammlung Puppentheater & Schaustellerei des Münchner Stadtmuseums befindet. Diese Postkarten wurden von 2024 bis 2026 mit Unterstützung von bavarikon digital erfasst und sind nun für Recherche, aber auch einfach zum Schmökern und Schmunzeln für die Öffentlichkeit auf bavarikon.de verfügbar. Unter dem Titel "Hereinspaziert! Populäre Unterhaltungsformen um 1900 im Spiegel von Postkarten" zeigt eine Digitale Ausstellung eine repräsentative Auswahl daraus.
Die Ansichtskarte erlebte zwischen 1896 und 1918 ihre Blütezeit und wurde zum populären Bildmedium des beginnenden 20. Jahrhunderts. Aus dieser Zeit stammen auch zum großen Teil die nun veröffentlichten Postkarten. Sie vermitteln ein lebendiges Bild der Massenvergnügungen im frühen 20. Jahrhundert und zeigen einen wichtigen Bereich des Lebens der "kleinen Leute".
Der Postkartenbestand beinhaltet Themen wie Puppentheater und im Bereich der Schaustellerei das Oktoberfest und andere Volksfeste, außerdem die damit eng verknüpften Themen des Münchner Biers und der Schaustellergeschäfte. Auch zu anderen Vergnügungsstätten in München und weltweit wie Gaststätten, Ausstellungen, Schaugeschäften bis hin zum Zirkus finden sich Motive. Ein besonderes Highlight sind die humoristischen Bildpostkarten von Künstlern wie z.B. Lothar Meggendorfer (1847–1925).
Die digitale Ausstellung wirft ein besonderes Augenmerk auf stereotype Darstellungen, die auf den Postkarten sehr beliebt waren – von Bayern- oder Bier-Klischees über Geschlechterrollen bis hin zu diskriminierenden Bildmotiven. Auch "Völkerschauen" und weitere Zurschaustellungen von scheinbar außergewöhnlichen Menschen sind in diesem Kapitel Thema. Hier wurde jedoch nur eine kleine Auswahl von Postkarten der Sammlung veröffentlicht, um Rassismus oder Ableismus nicht zu reproduzieren. Der Gesamtbestand steht auf Anfrage für die Forschung zu diesen Themen zur Verfügung.
Die Digitalisierung des Bestandes wurde ermöglicht durch bavarikon. bavarikon ist die digitale Schatzkammer des Freistaats Bayern. Das Onlineportal macht das vielfältige kulturelle Erbe Bayerns weltweit kostenlos zugänglich und richtet sich sowohl an die breite kulturinteressierte Öffentlichkeit als auch an wissenschaftliche Nutzerinnen und Nutzer. Mittlerweile sind über 580.000 Inhalte von mehr als 200 Kultureinrichtungen online. bavarikon ist ein Gemeinschaftsprojekt des Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst und des Staatsministeriums für Digitales. Die Bayerische Staatsbibliothek trägt den laufenden redaktionellen, technischen und organisatorischen Betrieb.
Besuchsinformation
Öffnungszeiten
Interimsausstellung “What the City. Perspektiven unserer Stadt” im historischen Zeughaus
Dienstag–Sonntag 11.00-19.00 Uhr
Eintritt frei
Filmmuseum – Vorstellungen
Dienstag / Mittwoch 18.30 Uhr und 21.00 Uhr
Donnerstag 19.00 Uhr
Freitag / Samstag 18.00 Uhr und 21.00 Uhr
Sonntag 17.00 Uhr
Das restliche Museum ist aufgrund der Generalsanierung aktuell geschlossen.
Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln
S/U-Bahn Station Marienplatz
U-Bahn Station Sendlinger Tor
Bus 52/62 Haltestelle St.-Jakobs-Platz
Kontakt
St.-Jakobs-Platz 1
80331 München
Tel. +49-(0)89-233-722370
E-Mail stadtmuseum(at)muenchen.de
E-Mail filmmuseum(at)muenchen.de
Kinokasse Tel. +49-(0)89-233-724150
Informationen zur Von Parish Kostümbibliothek in Nymphenburg






