Restaurierung

Aufgrund des vielfältigen Sammlungsbestands ist die Restaurierungsabteilung des Münchner Stadtmuseums seit den 1980er Jahren personell stetig aufgebaut worden. Derzeit sind hier 14 Mitarbeiter*innen erschiedener Fachbereiche der Restaurierung beschäftigt. Die Fachbereiche umfassen die Kategorien Gemälde, Graphik und Plakate, Möbel und Holzobjekte, Metall und kunsthandwerkliche Objekte, Textil, Objekte unterschiedlicher Materialien und Materialkombinationen sowie Fotografie und Musikinstrumente. Der Bereich der Präventiven Konservierung ergänzt seit 2010 die Fachbereiche. Darüber hinaus unterliegt die Verwaltung des Außendepots der Restaurierungsabteilung.

Die Tätigkeit der Restaurator*innen besteht in der Untersuchung, Konservierung und Restaurierung, Pflege und Erforschung von Kunst- und Kulturgut, einschließlich der Beratung in diesem Bereich. Die Präventive Konservierung und die restauratorische Betreuung der Ausstellungstätigkeiten im Münchner Stadtmuseum sind ebenso Schwerpunkte im Aufgabenbereich der Abteilung.

Die Untersuchung beinhaltet das Erfassen des Objekts in all seinen historischen Phasen, in seiner materiellen Beschaffenheit, auch unter werkstofftechnischen Gesichtspunkten, in seiner Alterung, seinen Schäden und Schadensursachen. Die Ergebnisse werden ausgewertet und dokumentiert und bilden so die Grundlage für den weiteren Umgang mit dem Objekt.

Die Konservierung hat zum Ziel, den Verfall von Kunst- und Kulturgütern so weit wie möglich zu verhindern. Hierzu sind Substanzerhaltung und Schadensvorbeugung gleichermaßen wichtig.

Eine Vertiefung dieser Aufgaben liegt in der Präventiven Konservierung. Diese beinhaltet die Beratung und Umsetzung vorbeugender Maßnahmen zum Zweck der Substanzerhaltung mit Werterhaltung und hat somit die Aufgabe, über den Zusammenhang zwischen Aufbewahrung und Sicherheitsvorkehrungen inklusive Pflege zu informieren und Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Die Restaurierung umfasst alle Maßnahmen, die beschädigte, veränderte, in ihrer ästhetischen Erscheinung beeinträchtigte oder als Dokument nicht mehr lesbare Kulturgüter wieder erfahrbar machen. Veränderungen, die im Laufe der Geschichte eines Objektes entstanden oder vorgenommen worden sind, werden bei der Restaurierung grundsätzlich berücksichtigt.

Die Pflege beinhaltet eine kontinuierliche Überprüfung der Zustände der Kunst- und Kulturgüter sowie die Kontrolle der Umwelt- und Umgebungseinflüsse in den Studiensammlungen und den Ausstellungen. Geeignete Aufbewahrungsbedingungen in den Depots müssen gegeben sein, auch können substanzerhaltende Maßnahmen erforderlich sein.

Die Forschung hat zum Ziel, Kunst- und Kulturgüter in ihren historischen und technologischen Erscheinungsformen, in ihrer Alterung und Veränderung unter Berücksichtigung von Quellenschriften zu beschreiben und zu bewerten. Zur Forschung gehört auch die Weiterentwicklung von Restaurierungsmethoden und Materialien zur Bearbeitung.

Neben diesem Aufgabenspektrum kommen der Restaurierungsabteilung auch die Aufgaben rund um die Ausstellungstätigkeit zu. Die Restaurator*innen des Münchner Stadtmuseums betreuen jährlich den Auf- und Abbau von etwa acht bis zehn Wechselausstellungen, die teils mit Exponaten aus eigenen Beständen bespielt werden, teils auf Leihgaben aus dem In- und Ausland zurückgreifen. Hier ist eine Erfassung des Zustandes bei Ein- und Ausgang der Leihgaben in Wort und Bild zu dokumentieren.
Darüber hinaus übernehmen die Restaurator*innen die Pflege und die Betreuung der Dauerausstellungen.


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