Urchin
Großbritannien 2025 | Regie + Drehbuch: Harris Dickinson | Kamera: Josée Deshaies | Musik: Alan Myson | Besetzung: Frank Dillane, Megan Northam, Amr Waked, Karyna Khymchuk, Shonagh Marie, Harris Dickinson | 99 min | engl. OF | Mike ist drogensüchtig und schlägt sich seit mehreren Jahren obdachlos auf Londons Straßen durch. Als er einen freundlichen Passanten, der ihm eigentlich geholfen hat, in einer Unterführung brutal verprügelt und ausraubt, kommt er ins Gefängnis. Nach seiner Entlassung ist er zumindest clean, eine Sozialarbeiterin besorgt ihm eine Unterkunft, er findet einen Job in einer Hotelküche. Es könnte wieder aufwärts gehen in seinem Leben. Aber natürlich ist es nicht so einfach. Was sich zunächst nach britischem Sozialrealismus anhört, ist weit mehr als das. Immer wieder durchbrechen experimentelle-traumhafte Elemente die Erzählung. Frank Dillane als Mike ist eine bemerkenswerte Hauptfigur in der Art wie unterschiedlichste Facetten des Charakters aufblitzen. Er hat etwas grundsätzlich schluffig-intelligentes und verletzliches, manchmal auch humorvolles. Gleichzeitig ist er unzuverlässig, versprüht eine egoistische Aggressivität und zeigt keinerlei Reue. Selbst wenn Mikes Verhalten am schwierigsten wird, schafft es Dillane, eine Sympathie zu wecken, die den Humanismus von Dickinsons kraftvollem Film untermauert.
Anschließend: Gespräch mit Harris Dickinson und Werner Herzog. Für diese Vorstellung gibt es nur einen begrenzten Kartenverkauf an der Abendkasse.
Eintrittspreis 5 € (3 € bei MFZ-Mitgliedschaft), Aufschläge bei Überlänge, Live-Musik oder 3D. Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.



