The Harvard 5 | USA 2025 | R+B: Devon Chivvis | K: Julien Jarry | M: Extreme Mustic Soundstripe | 60 min | OF | Die »Harvard Five« waren eine Gruppe von Architekten, die sich in den 1940er Jahren in New Canaan, Connecticut, niederließen: Marcel Breuer, Landis Gores, John M. Johansen, Philip Johnson und Eliot Noyes. Marcel Breuer war Dozent an der Harvard Graduate School of Design, während Gores, Johansen, Johnson und Noyes dort studierten. Sie alle waren beeinflusst von Walter Gropius, der 1919 das Bauhaus in Weimar gegründet hatte und seit 1937 Leiter des Architekturprogramms in Harvard war. Der Film erzählt die wenig bekannte Geschichte dieser bahnbrechenden Architekten, die eine Revolution im modernen Design auslösten. – The Galka Scheyer House | USA 2025 | R+B+M: Tyler Jack Anderson | K: Patrick Shaffer, Alexander Bergman | 38 min | OF | Die Rettung eines Hauses von Richard Neutra. »2024 stand Galka Scheyers früheres Domizil zum Verkauf. Die deutsche Kunsthändlerin, die in den Dreißigerjahren europäische Avantgardemalerei nach Kalifornien brachte, hatte sich ihr Haus 1934 von Neutra bauen lassen – hoch über Downtown L.A. in den Hollywood Hills. Scheyer starb 1945, und danach verlor das Haus seine ihm von der Bauherrin zugedachte Funktion als Galerie und Treffpunkt der Kunstszene. Aber es blieb fast unverändert erhalten. Mit dem Verkauf drohte nun aber der Abriss zugunsten eines Neubaus auf dem spektakulär gelegenen Grundstück. Benno Herz, Programmleiter im Thomas Mann House in Pacific Palisades, L.A., schrieb über die Gefahr in dieser Zeitung, und daraufhin kaufte ein schwäbischer Unternehmer das Scheyer-Haus, um es renovieren und zu einem Kunst- und Kulturzentrum umbauen zu lassen – ganz im ursprünglichen Sinne Galka Scheyers. Die Arbeiten werden noch in diesem Sommer beginnen. Aber vorher trafen sich im leergeräumten und deshalb unfassbar lichten Gebäude (kubistischer Glaskasten comme il faut) Raymond Neutra, der mittlerweile sechsundachtzigjährige Sohn des Architekten, und Alex Ross, Redakteur des Magazins ›New Yorker‹ mit besonderer Expertise betreffs des Schicksals deutscher Exilkünstler, zu einem Gespräch über die Geschichte des Hauses. Dabei liefen die Kameras, und hinter den Panoramafenstern ging gerade die Welt unter. Die Feuer von Los Angeles, die sowohl Mann-, als auch Scheyer-Haus bedroht hatten, waren erst ein paar Monate her, und jetzt tobte ein Regensturm, wie ihn die Stadt nur selten erlebt. Allein diese surreale Atmosphäre lohnt schon das Anschauen, und zwischengeschnitten werden historische Fotos aus dem Nachlass der amerikanischen Kunsthistorikerin Peg Weiss. In einer grandiosen Szene saust eine Frau am Steuer eines offenen Wagens die steilen Hügel empor, aber das ist leider nicht Scheyer; die Aufnahmen aus der Vorkriegszeit zeigen eine Unbekannte. Aber sie passen zum stürmischen Temperament der Bauherrin.« (Andreas Platthaus, FAZ 7.7.2025)
Eintrittspreis 5 € (3 € bei MFZ-Mitgliedschaft), Aufschläge bei Überlänge, Live-Musik oder 3D. Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.



