The Desperate Hours (An einem Tag wie jeder andere) | USA 1955 | R: William Wyler | B: Joseph Hayes, nach seinem Theaterstück | K: Lee Garmes | M: Gail Kubik | D: Humphrey Bogart, Fredric March, Arthur Kennedy, Martha Scott, Dewey Martin, Robert Middleton | 112 min | OF | Drei entflohene Sträflinge nehmen Unterschlupf in einem Haus in einem noblen Vorort. Sie halten die Familie als Geiseln fest, während sie auf die verabredete Fluchtmöglichkeit warten. Doch die Erlösung verzögert sich. Das brutale Trio hat nichts zu verlieren, die Geiseln müssen den Nachbarn, Freunden, auch in der Arbeit vorspielen, es wäre alles in Ordnung. Das bürgerliche Vorstadtidyll wird buchstäblich als Inszenierung für die Umwelt entlarvt, hinter deren Fassade Abgründe lauern. Als die Polizei im Bild ist, plant sie (ähnlich wie heute) das ganze Haus zusammenzuschießen und unschuldige Opfer den Verbrechern zuzuschreiben. Wylers Inszenierung schafft eine Fülle symbolträchtiger Bildkompositionen und geht zugleich in der Gewaltdarstellung so weit, wie es 1955 in einem Studiofilm gerade noch durchging. Bogart schließt gegen Ende seiner Karriere als Geiselnehmer eine Klammer zu dem großen Aufsehen, das er zu Beginn als Geiselnehmer in THE PETRIFIED FOREST erregte. Am Broadway hatte der junge Paul Newman die Rolle gespielt.
Eintrittspreis 5 € (3 € bei MFZ-Mitgliedschaft), Aufschläge bei Überlänge, Live-Musik oder 3D. Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.



