Rocco e i suoi fratelli (Rocco und seine Brüder) | Italien 1960 | R: Luchino Visconti | B: Suso Cecchi D’Amico, Pasquale Festa Campanile, Massimo Franciosa, Enrico Medioli, Luchino Visconti, Vasco Pratolini, frei nach dem Roman »Il Ponte della Ghisolfa« von Giovanni Testori | K: Giuseppe Rotunno | M: Nino Rota | D: Alain Delon, Renato Salvatori, Annie Girardot, Katina Paxinou, Roger Hanin | 179 min | OmeU | Die Witwe Rosaria Panondi bricht mit ihren drei Söhnen von Süditalien zu ihrem ältesten Sohn Vincenzo nach Mailand auf, um dort ein Auskommen zu finden. Sie platzen gerade in die Verlobungsfeier Vincenzos mit der schönen Ginetta, deren Familie allerdings den proletarischen Anhang aus dem Süden vor die Tür setzt. Daraufhin beginnt für die Ankömmlinge ein neues Leben in Notunterkünften und ohne regelmäßiges Einkommen, mit Alkohol und Diebstählen, einer zweifelhaften Boxerkarriere und sogar mit einem Mord. Nicht für alle Brüder hat sich der Traum vom »neuen guten Leben« in die Tat umsetzen lassen. ROCCO UND SEINE BRÜDER gehört zu den größten epischen Projekten im Werk Viscontis und kehrt stilistisch und thematisch zu seinen neorealistischen Anfängen zurück. Er verfolgt hier jedoch nicht den Weg eines Einzelnen, sondern eines gesamten matriachalischen Familienverband, der aus dem bäuerlich geprägten Süden in den industrialisierten Norden kommt. Doch die Familie, der Grundpfeiler, auf dem die südliche Lebensweise aufbaut, hat als Enklave im Norden keine traditionelle Funktion mehr. Die Trauer um die Traditionen und Rituale wird von Visconti mit starken Bildern ins Melodramatische gesteigert.
Eintrittspreis 5 € (3 € bei MFZ-Mitgliedschaft), Aufschläge bei Überlänge, Live-Musik oder 3D. Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.


