Olivia | Frankreich 1951 | R: Jacqueline Audry | B: Colette Audry, nach dem Roman von Dorothy Bussy | K: Christian Matras | M: Pierre Sancan | D: Edwige Feullière, Simone Simon, Yvonne de Bray, Suzanne Dehelly, Lesly Meynard | 95 min | OmeU | »Es fehlt nicht an weichgezeichneten Nahaufnahmen, plüschig bis zum Ersticken ist die Ausstattung, die das Internat mit seinen Schülerinnen und Lehrerinnen in ihren zugleich zugeschnürten und aufgebauschten Kleidern zur geradezu archetypischen Etui-Welt mit Etui-Menschen (Walter Benjamin) darin macht. Die Schule ist in zwei Lager gespalten, es gibt die Fans der Direktorin Lucie und jene der schönen, aber leidenden blonden Miss Cara – beide sind einander in einem eigentümlich inexpliziten eifersüchtigen Kampf um die Liebe der Schülerinnen verbunden. Olivia hat nur Augen und Seele und Liebe für Lucie, verfällt ihr. Wie unverblümt Jacqueline Audrys Film von diesem Begehren spricht, von seiner Kostümwelt eher betont als verdeckt, wie deutlich die Worte und Bilder sind, die sie findet, wie explizit sie herausstellt, welches Unglück die Not und Notwendigkeit des Impliziten bedeutet, ist schlicht verblüffend.« (Ekkehard Knörer)
Eintrittspreis 5 € (3 € bei MFZ-Mitgliedschaft), Aufschläge bei Überlänge, Live-Musik oder 3D. Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.



