Moldawien Special – Cercul (The Circle) | Moldawien 2026 | R+B: Valeriu Andriuță | K: Silviu Stavilă | M: Minco Eggersman | D: Victor Nofit, Eugeniu Prisăcari, Ion Munteanu, Vanessa Andriuță, Silviu Boinceanu, Mihail Petrov, Constantin Bîrsan | 112 min | OmeU | In den letzten Tagen des alten Jahrtausends gehen in einer einsamen Gegend im ländlichen Moldawien neun Männer auf die Jagd. Sie wollen Hasen schießen, aber bald liegt einer von ihnen schwer verletzt auf dem Boden. Ion soll ausgerutscht sein, aus seiner eigenen Waffe haben sich zwei Schüsse gelöst. In der kleinen Welt des Dorfes gibt es keine Gründe, groß an den Aussagen der anderen Männer zu zweifeln. Doch dann kommt ein junger Mann aus der Stadt, und damit wird der Fall neu aufgerollt. Nun bekommen die Aussagen neues Gewicht. Valeriu Andriuță verwendet in seinem Film viel Zeit auf diese Szenen, in denen Männer erzählen: sie sind alle Protagonisten eines Systems, in dem das Wort capital (Hauptstadt) nur feindselig ausgesprochen wird. Das rumänische Kino ist reich an Provinzkritik, selten aber war sie so schonungslos und antipatriarchal wie in THE CIRCLE. – Hotarul (The Wall) | Moldawien 2026 | R: Ion Borș & Ruslan Moroșan | B: Mariana Starciuc, Artur Erhan | K: Ruben Agadjanean | M: Pavel Malîșev | D: Andrei Locoman, Ion Grosu, Igor Caras, Cătălin Lungu, Maria Onica, Lilia Cazacu, Natalia Bernaz | 93 min | OmeU | Zwei Familien leben in einem moldawischen Dorf Tür an Tür, hinter dem Haus aber steht eine Mauer, die die angrenzenden Grundstücke trennt. Niemand weiß mehr genau, warum darüber ein Streit ausbrach. Umso grimmiger aber wird der Streit ausgefochten, erst recht, nachdem einer der alten Männer, die darin verstrickt waren, gestorben ist. Die Frauen haben kein großes Interesse an den Verhärtungen, aber die Männer lassen sich zu immer neuen Raufhandlungen hinreißen, da kann der Pope noch so oft zur Ordnung und zur Versöhnung aufrufen. Die nächste Generation ist längst in Deutschland: Tudorel arbeitet in Berlin als Arzt, seine Braut Nina macht Nagelkosmetik. Ion Borș und Ruslan Moroșan arbeiten geschickt mit den Klischees einer der ältesten Geschichten der Welt (die verkrachten Nachbarn) und verbinden sie mit einem kritisch-liebevollen Blick auf moldawische Originale und schräge Vögel, angeführt von Igor Caras in der Rolle des alten Gheorghe.
Eintrittspreis 5 € (3 € bei MFZ-Mitgliedschaft), Aufschläge bei Überlänge, Live-Musik oder 3D. Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.



