Love Affair (Ruhelose Liebe)

Wunschkino
»Mein liebster Liebesfilm«

Fritz Göttler (Ex-Filmmuseum, Filmkritiker) und Klaus Volkmer (Ex-Filmmuseum, freier Mitarbeiter)
 Love Affair (Ruhelose Liebe) | USA 1939 | R: Leo McCarey | B: Delmer Daves, Donald Ogden Stewart | K: Rudolph Maté | M: Roy Webb | D: Irene Dunne, Charles Boyer, Maria Ouspenskaya, Lee Bowman, Astrid Allwyn | 90 min | OmU | Ein Luxusdampfer auf dem Weg zum Empire State Building, das ist das Kino von Leo McCarey. An Bord ein Mann und eine Frau, ein mondäner Playboy und eine Nachtclubsängerin, die nicht eigentlich füreinander bestimmt sind, in New York warten ihre künftigen Ehepartner auf sie. Dann begegnen sie sich und die Zeit des pink Champagne beginnt. Ein double feature, McCarey hat die Geschichte zweimal gemacht, 1939 mit Irene Dunne und Charles Boyer, 1957 mit Deborah Kerr und Cary Grant. Wiederholung und Variation, das drängt ganz selbstverständlich das Dogma der Originalität zur Seite. Liebe als ein Spiel der Prüfungen … die dann schrecklich ernst genommen werden. Es nützt nichts, man muss glauben im Kino, ans Kino. Liebe macht nicht wirklich blind, aber sie tut alles, damit man das Nächstliegende übersieht. McCarey inszeniert das mit der schneidenden Schärfe von Kierkegaard und der kalten Unerbittlichkeit von Wittgenstein. He’s always attracted, heißt es vom Helden, Boyer wie Grant, by the art he is not practicing, the place he hasn‘t been, the girl he hasn’t met. McCarey ist in beiden amerikanischen Künsten meisterlich, dem Slapstick und dem Melodram. Er hat mit Laurel & Hardy gearbeitet und mit W.C.Fields, Mae West und den Marx Brothers, Bing Crosby und Ingrid Bergman, und Paul Newman, in einem tollen Akt am Kronleuchter. In der Hochburg des Hitchcocko-Hawksianismus, den »Cahiers du Cinéma«, schrieb Louis Marcorelles im November 1957: »Ich bekenne – auf eigene Gefahr: nachdem ich zu Beginn der Saison die letzten Filme von Buñuel, Clair, Tashlin, Clouzot gesehen habe (und ungeachtet des so unterschiedlichen Ehrgeizes ihrer Vorhaben), kann ich mich des Gedankens nicht erwehren, dass Leo McCarey sie alle übertrifft und uns das Beispiel des reinsten, des absoluten Kinos gibt. Das Kino wird zum Zweck seiner selbst, hat niemandem mehr Rechenschaft zu geben. Treten Sie ein ins Spiel, und vielleicht entdecken auch Sie diese Schönheit, die zu Tränen rührt.«

Eintrittspreis 5 € (3 € bei MFZ-Mitgliedschaft), Aufschläge bei Überlänge, Live-Musik oder 3D. Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.


Besuchsinformation

Öffnungszeiten

Interimsausstellung “What the City. Perspektiven unserer Stadt” im historischen Zeughaus
Dienstag–Sonntag 11.00-19.00 Uhr
Eintritt frei

Filmmuseum – Vorstellungen
Dienstag / Mittwoch 18.30 Uhr und 21.00 Uhr
Donnerstag 19.00 Uhr
Freitag / Samstag 18.00 Uhr und 21.00 Uhr
Sonntag 18.00 Uhr

Das restliche Museum ist aufgrund der Generalsanierung aktuell geschlossen.

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln

S/U-Bahn Station Marienplatz
U-Bahn Station Sendlinger Tor
Bus 52/62 Haltestelle St.-Jakobs-Platz

Kontakt

St.-Jakobs-Platz 1
80331 München
Tel. +49-(0)89-233-722370
E-Mail stadtmuseum(at)muenchen.de
E-Mail filmmuseum(at)muenchen.de

Kinokasse Tel. +49-(0)89-233-724150

Informationen zur Von Parish Kostümbibliothek in Nymphenburg