Huis clos (Geschlossene Gesellschaft) | Frankreich 1954 | R: Jacqueline Audry | B: Pierre Laroche, nach dem Stück von Jean-Paul Sartre | K: Robert Juillard | D: Arletty, Frank Villard, Gaby Sylvia, Yves Deniaud, Nicole Courcel | 95 min | OmeU | Jacqueline Audry betont den schwarzen Humor von Sartres existentialistischem Stück, ohne dabei die klaustrophobische Intensität der Vorlage einzubüßen. »Die Stückeinheit von Raum (Hölle), Zeit (Ewigkeit) und Handlung (postumes tragikomisches Verachtungsterzett) ist von Anfang an aufgesprengt, und sie wird es dann immer wieder. Die drei plus eins Protagonist*innen sind versammelt in ihrem Zimmer, Salon im Louis-Philippe-Stil. Die Tür wird geschlossen, der Diener kommt und geht, die Klingel läutet nur, wenn sie will, einmal geht die Tür auf einen endlosen Gang als wären wir nun Jahr für Jahr in Marienbad. Im Salon (anders als bei Sartre) ein Spiegel, in dem nur keiner der Toten erscheint. Der große Clou jedoch: Der Salon hat auch Fenster, erst nur Wolken, aber dann werden die Fenster wieder und wieder zur Leinwand, auf der die drei Toten Szenen des Lebens ihrer Nächsten sehen und wie es ohne sie weitergeht.« (Ekkehard Knörer)
Eintrittspreis 5 € (3 € bei MFZ-Mitgliedschaft), Aufschläge bei Überlänge, Live-Musik oder 3D. Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.



