Ghost Elephants
USA 2025 | Regie + Drehbuch: Werner Herzog | Kamera: Rafael Leyva | Musik: Ernst Reijseger | Mit: Werner Herzog, Steve Boyes, Kerllen Costa | 98 min | OF | Nachdem Werner Herzog im letzten Jahr Ausschnitte aus der Arbeitsfassung von GHOST ELEPHANTS exklusiv im Filmmuseum präsentiert hat und der Film im Sommer seine Weltpremiere beim Filmfestival in Venedig feierte, ist nun der fertige Film im Filmmuseum zu sehen. Die titelgebenden geisterhaften Elefanten bieten Werner Herzog das ideale Sujet für seine mysteriösen Erzählungen an den Grenzen des Vorstellbaren. In GHOST ELEPHANTS begleitet der Regisseur den südafrikanischen Naturforscher Dr. Steve Boyes auf seiner Mission, eine bislang unentdeckte Art von Riesenelefanten oder »Geisterelefanten« aufzuspüren, die im weiten Hochland von Angola – ein bewaldetes Plateau – praktisch unbewohnt, aber so groß wie England – leben sollen. Er möchte herausfinden, ob diese flüchtigen Elefanten – falls es sie gibt – genetisch mit dem größten jemals registrierten Elefanten verwandt sind, dessen Skelett im Smithsonian National Museum of Natural History in Washington DC ausgestellt ist. Zusammen mit den weltbesten Fährtenlesern aus der Kalahari in Namibia machen sie sich auf den Weg. Zugleich stellt sich aber die Frage, ob es nicht besser wäre, diese gigantischen Elefanten eher als Traum, als Geister, als den Weißen Wal im Kopf zu behalten, als sie in der Realität zu finden?
»Nachdem ich Steve Boyes getroffen hatte, kam mir ein unerwartetes Projekt in den Sinn, das sich wie die Jagd nach Moby Dick, dem weißen Wal, anfühlte und mich mit großer Dringlichkeit erfüllte. Wie viele meiner Filme ist auch dieser eine Erkundung von Träumen und Fantasie – im Gegensatz zur Realität. Der Film führte mich an einen Ort, den die lokalen Stammesangehörigen das Land am Ende der Welt nennen.« (Werner Herzog)
»Der Film ist so reichhaltig und exotisch, wenn dieses Wort in diesem Zusammenhang nicht diskreditiert ist. Herzogs scharfes Auge für die Charaktere und Persönlichkeiten verleiht ihm seinen Reiz, ebenso wie seine unverkennbare raue Stimme, insbesondere wenn er vom Alltag eines einheimischen Dorfbewohners schwärmt: ›Ich weiß, ich sollte ihn nicht romantisieren, aber ... umgeben von Hühnern ... besser geht es nicht!‹ Herzog hält nicht inne, um über die Aspekte des großen weißen Jägers und des großen weißen Retters in all dem nachzudenken, vielleicht weil die Implikationen so offensichtlich sind und bereits so ausführlich diskutiert wurden. Es ist eine wunderbar warmherzige und fesselnde Studie.« (Peter Bradshaw, The Guardian)
Zu Gast: Werner Herzog
Eintrittspreis 5 € (3 € bei MFZ-Mitgliedschaft), Aufschläge bei Überlänge, Live-Musik oder 3D. Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.



