Erzählungen eines Kinogehers – Werner Dütsch
D 2025 | Buch, Regie und Animationen: Christiane Büchner | Kamera: Marie Zahir | Mit: Werner Dütsch | 95 min | deutsche Originalfassung
Im Sommer, bevor Werner Dütsch verstarb, drehte Christiane Büchner mit ihm ein lebensgeschichtliches Interview. Mehr als acht Stunden erzählte er anschaulich und schlicht von seinem Bildungs- und Arbeitsweg. Kino als Lebensmittel. Seine Arbeitsbiografie erschien darin wie ein dichter werdendes Gewebe aus sehr verschiedenen Erkenntnissen über das Kino, in das er immer wieder neue Fäden einflocht. Es wird zu einer Methode Filme zu sehen. Die Entfernung von den Anfängen des Kinos bis in die Gegenwart der Medien erscheint mit ihm nicht als Weg des Fortschritts, sondern als eine offene Landschaft, in der Seherfahrungen frei miteinander in Austausch gebracht werden können. Die gedankliche Mitbewegung findet in den skizzenhaften Animationen der Regisseurin ihren Ausdruck. Aus Linien und Flächen entsteht eine Anmutung von Kino; zwischen den Filmen, die Dütsch im Gespräch aufruft und deren Interpretation ziehen die Zeichnungen elastische Verbindungen. (Ute Dilger, KHM).
Der Film feierte seine Weltpremiere auf dem Internationalen Filmfestival Rotterdam.
Christiane Büchner studierte an der Universität der Künste Berlin und an der Kunsthochschule für Medien Köln. Ihr Film "Family Business" wurde 2016 als bester Dokumentarfilm NRW ausgezeichnet. Seit 2001 ist Christiane Büchner Mitglied des Programmkomitees der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen, seit 2017 außerdem Mitglied der FFA-Kommission für Produktions- und Drehbuchförderung. Neben ihrer Arbeit als Filmemacherin unterrichtet sie seit 2001 Film und andere zeitbasierte Medien.
Eintrittspreis 5 € (3 € bei MFZ-Mitgliedschaft), Aufschläge bei Überlänge, Live-Musik oder 3D. Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.



