El Ariston | Argetinien 2024 | R+B: Gerardo Panero | K: Daniel Hermo | M: Lito Vitale | 67 min | OmeU | 1947 besucht Marcel Breuer, eine zentrale Figur des Bauhauses, Argentinien und entwirft in Mar del Plata das Clubhaus »Parador Ariston« – ein doppeltes schwebendes Kleeblatt aus Beton: ein utopisches Versprechen der Moderne, das nie erfüllt wurde. Im Laufe der Zeit gerät das »Ariston« in Vergessenheit und beginnt langsam zu verfallen. Seine Geschichte, der Kontext, in dem es entstanden ist, lässt uns entdecken, wie Mar del Plata zur Traumstadt für den Urlaub argentinischer Familien geworden ist und welche Bedeutung das architektonische Erbe hat. 2019 wurde das »Ariston« zum historischen Nationaldenkmal Argentiniens erklärt; seitdem gibt es Pläne zur Restaurierung, – Testa | Österreich 2018 | R+B: Karl-Heinz Klopf | K: Roman Kasseroller | 18 min | OmU | »Ein perverser kleiner Architekturfilm, über die ›Biblioteca Nacional‹ in Buenos Aires. Ein Durchgang durch das ganze Gebäude, in einer langen filmischen Bewegung, ohne innezuhalten – aber der Blick bleibt strikt nach oben gerichtet, an die Decke. Keine Bücher, Regale, Kataloge. Eine Bibliothek als Labyrinth, ein Haus, in dem keiner auf Ordnung schaut. Architektur der Zerstreuung, der Desorientierung, Verlust der Perspektive. Man meint, es endet nie, merkt eine der Stimmen im Off an, man weiß nie wirklich, wo man ist ... 1955 bis 1973 war Jorge Luis Borges der Direktor, der Erzähler der Labyrinthe. Die Bibliothek ist von außen ein kompaktes Gebäude, das Geschlossenheit suggeriert. Im Innern dann ein Gewirr von Beton, Grau in Grau, die Decken, Vorsprünge, Treppen, Galerien. Kommentare erklingen – von Besuchern, Nutzern, Mitarbeitern? –, in denen Verwunderung und Unsicherheit sich reflektieren, sie verlieren sich im Raum. ›Das ist anscheinend so gebaut, dass man das Zeitgefühl verliert.‹ Die Nationalbibliothek wurde 1961 konzipiert, von Clorindo Testa, die Bauarbeiten begannen 1973. Bei der Eröffnung 1995 war sie schon nicht mehr zeitgemäß, die Digitalisierung hatte das Bibliothekswesen völlig verändert. Bei den Ausschachtungen zum Bau legte man ein Glyptodon frei, ein vorzeitliches Schuppentier, Bauch, Organe, Herz. Vielleicht, heißt es im Film, wird man den Körper der Bibliothek in späteren Zeiten auch mal als ein Glyptodon ansehen.« (Fritz Göttler)
Eintrittspreis 5 € (3 € bei MFZ-Mitgliedschaft), Aufschläge bei Überlänge, Live-Musik oder 3D. Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.



