Ein Volksfeind | Deutschland 1937 | R: Hans Steinhoff | B: Erich Ebermayer | K: Karl Puth, Bruno Mondi | M: Clemens Schmalstich | D: Heinrich George, Franziska Kinz, Carsta Löck, Herbert Hübner, Albert Florath | 101 min | OF | Der Film spielt, abweichend von Ibsens Vorlage, in Deutschland zur Zeit der Weimarer Republik. Dr. Hans Stockmann behandelt seine Patienten altruistisch in einer Industriestadt, bevor er in seine wohlhabende Heimat Trimburg zurückgerufen wird, wo sein Bruder zusammen mit einer Gruppe neureicher Kapitalisten den Erfolg eines Kurbads überwacht. Der Arzt entdeckt, dass das Wasser verseucht ist, und kämpft allmählich gegen die »liberale, kompakte Mehrheit«, die lieber ihr Geld und ihre Positionen schützt, anstatt die Patienten aufzuklären. Dr. Stockmann wird vorübergehend geächtet – am Ende jedoch rehabilitiert, als die inzwischen an die Macht gekommenen Nationalsozialisten den Konflikt beenden. Diese Lösung steht in eklatantem Widerspruch zu Ibsens Ironie. EIN VOLKSFEIND ist die politischste und propagandistischste Ibsen-Adaption der NS-Filmindustrie und wurde von den Alliierten nach dem Ende des »Dritten Reichs« verboten.
Eintrittspreis 5 € (3 € bei MFZ-Mitgliedschaft), Aufschläge bei Überlänge, Live-Musik oder 3D. Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.



