Christoph Michel (Filmmuseum Programmarbeit)
Koiya koi nasuna koi (The Mad Fox) | Japan 1962 | R: Tomu Uchida | B: Yoshikata Yoda | K: Sadaji Yoshida | M: Chûji Kinoshita | D: Hashizô Ôkawa, Michiko Saga, Junya Usami, Shinji Amano, Sumiko Hidaka | 109 min | OmeU | Eine Legende im mythisch überhöhten Japan des Mittelalters: Der junge Yasuna ist am Kaiserhof für den Sterndeuter tätig, er rettet eine alte Frau, ohne zu wissen, dass sie eine Kitsune ist – ein Fuchsgeist in Menschengestalt. Als eine grausame Palastintrige in eine Katastrophe mündet, überlebt er schwer verletzt und geistig verwirrt. Die Tochter der Füchsin pflegt ihn, sie beschließt gegen die Warnungen ihrer Familie, ganz Mensch zu werden. Die beiden leben ihre grenzverletzende Liebe zurückgezogen in einer armseligen Hütte. Seine ersehnte Gesundung brächte zugleich die verbotene Beziehung in Gefahr. Mit jedem Kapitel verändert sich die ganze Welt, der Film wechselt konsequent die Erzählform – eine Bilder-Schriftrolle mit ernstem Erzähler für den Einstieg, eine formalisierte Studiowelt für das Hofzeremoniell, Außenaufnahmen in der mitleidlosen »Wirklichkeit«, Elemente des Bunraku-Puppentheaters, blendende Sets für Yasunas Wahn und schließlich die Kabuki-Bühne, die komplett mit Vorhang und Kulissentechnik die selbstgeschaffene Realität des Paares aus- und einklappt.
Eintrittspreis 5 € (3 € bei MFZ-Mitgliedschaft), Aufschläge bei Überlänge, Live-Musik oder 3D. Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.



