Intimacy | Großbritannien 2001 | R: Patrice Chéreau | B: Patrice Chéreau, Anne-Louise Trividic | K: Eric Gautier | M: Eric Neveu | D: Mark Rylance, Kerry Fox, Timothy Spall, Marianne Faithfull, Susannah Harker | 117 min | OmU | INTIMACY, der den Wettbewerb der 51. Berlinale gewann, ist ein Film, der buchstäblich unter die Haut geht: Claire sucht jeden Mittwoch den etwas prekär lebenden Barkeeper Jay in seiner Wohnung auf, in der sich die beiden dann ohne viele Worte leidenschaftlich lieben. Sie wissen nichts voneinander, nicht einmal die Vornamen, sind ganz normale Leute mit normalen Körpern, die Bilder vom Sex sind ungeschönt und freizügig. Die unausgesprochene Verabredung, die der Mann schließlich bricht, und die die intensiven sexuellen Begegnungen möglich macht, lautet, nicht »mehr« zu wollen, nicht in das Leben des anderen einzudringen. An einem Mittwoch jedoch folgt Jay Claire durch London und zerstört mit seiner angeblich zufälligen Annäherung an Claires Ehemann Andy letztlich die Beziehung. Nicht zufällig ist dieser Andy wenig attraktiv, im Gegensatz zum äußerst männlichen Jay. Der Film lotet mit unruhigen, körnigen und realistischen Handkamera-Bildern Fragen von sexueller Anziehung und Liebe, Erotik und Begehren, Verlässlichkeit und Bindung, Vertrauen und Hingabe aus. Ist es nicht einfach normal, sich zu verlieben, wenn die körperliche Anziehung und die Befriedigung so stark sind?
Eintrittspreis 5 € (3 € bei MFZ-Mitgliedschaft), Aufschläge bei Überlänge, Live-Musik oder 3D. Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.



