Heinz Braun<-- Münchner Stadtmuseum - Details

Bilder aus dem Notfallkoffer – Der Maler Heinz Braun

Heinz Braun
Zu Gast: Bernt Engelmann, Gisela Wunderlich

Bilder aus dem Notfallkoffer | Der Maler Heinz Braun | Deutschland 2022 | R+B+K+S: Bernt Engelmann, Gisela Wunderlich | 92 Min
Der Maler Heinz Braun (1928-1986) war eine imposante Gestalt. Sein Körperbau war gros und wuchtig, er trug einen eindrucksvollen Schnurrbart, und er sprach ein Bairisch, das selbst mancher Bayer nur schwer verstehen konnte. Im Brotberuf war er eigentlich Postbote in Germering. Dort lebte er ab 1965 mit Frau und Sohn in einem jener neu gebauten Reihenhäuser, die das Bauerndorf Germering in einen Münchner Vorort verwandelten. Seine Berufung war aber die Malerei. In einem Schuppen hinter dem Biergarten des Schusterhäusels, einer Wirtschaft zwischen Germering und Gilching, hatte er sich ein Atelier eingerichtet. Anfangs malte er noch gegenständlich, dann immer eigenwilliger, oft auch bei Wind und Wetter draußen auf dem Acker mit Erde oder Kuhmist.
Im Gasthaus Würmbad begegnete er 1974 dem Filmemacher Herbert Achternbusch, der ihn für die Rolle des Schulrats in DAS ANDECHSER GEFUHL engagierte. In fünf weiteren Filmen Achternbuschs spielte Heinz Braun mit. Achternbusch und sich selbst malte Braun dann in einer Variation von Adolph Menzels ≫Im Biergarten ≪, der er nach einem Achternbusch-Film den Titel ≫Bierkampf≪ gab. ≫Das gibt's nur in München: Ein Filmschauspieler und Maler, der Briefträger ist≪, titelte 1978 die Abendzeitung. Neben Achternbusch machte Heinz Braun auch Bekanntschaft mit dem Maler und Regisseur Vlado Kristl, den der Autodidakt Braun als seinen Meister bezeichnete. Kristl ermutigte ihn, die Malerei intensiver zu betreiben und besuchte ihn noch zum gemeinsamen Zeichnen, als Heinz Braun schon wegen einer Krebserkrankung im Krankenhaus lag.
Zwei Jahre nach seinem Tod widmete das Münchner Stadtmuseum Heinz Braun eine umfassende Ausstellung. Die Werke von Herbert Achternbusch und Vlado Kristl gehören zu den Sammlungsschwerpunkten des Filmmuseums, das die filmischen Nachlässe der beiden beherbergt.
Bernt Engelmann und Gisela Wunderlich zeichnen das Leben Heinz Brauns anhand von zahlreichen Fotografien, Filmfragmenten und vor allem anhand seiner expressiven Bilder nach. Weggefährten des Malers erzählen, unter anderen der Liedermacher Georg Ringsgwandl, die Fotografin Barbara Gass und Heinz Brauns Lebensgefährtin Ute Crone Erdmann sowie ehemalige Mitglieder des Künstlerkollektivs Herzogstraße, bei dem Braun mitgearbeitet hat. Die Szenen, in denen Heinz Braun selbst zu Wort kommt, sind hochdeutsch untertitelt. (Mara Rusch)

Eintrittspreis 5 € (4 € bei MFZ-Mitgliedschaft). Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.


Besuchsinformation

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