Münchner Stadtmuseum sucht US-Erinnerungsstücke

Das Münchner Stadtmuseum sucht Erinnerungsstücke zur US-amerikanischen Präsenz in München (1945–1990er Jahre)

Sammlungsaufruf

Die Präsenz der Vereinigten Staaten von Amerika in München war nach dem Zweiten Weltkrieg von zentraler Bedeutung für die Entwicklung der Stadt – militärisch, politisch, gesellschaftlich und kulturell. Ein herausragendes Beispiel für dieses Kapitel der Münchner Stadtgeschichte ist die sogenannte "Ami-Siedlung" am Perlacher Forst. Sie wurde in den 1950er Jahren für US-amerikanische Militärangehörige und deren Familien errichtet und bildete über Jahrzehnte hinweg eine lebendige US-amerikanische Gemeinschaft mitten in München.

Die Siedlung und US-amerikanische Einrichtungen wie Schulen, Kinos, Geschäfte, Clubs sowie kulturelle Veranstaltungen im Stadtraum prägten nicht nur das Alltagsleben der US-amerikanischen Familien, sondern führten auch zu einer nachhaltigen Verbindung zwischen der amerikanischen und der Münchner Gesellschaft. Auch nach dem Abzug der US-Army in den 1990er Jahren bleibt diese Zeit in kollektiver Erinnerung – einige ehemalige US-Army Angehörige und ihre Nachkommen leben noch heute in der Stadt oder pflegen nach ihrer Rückkehr in die USA enge Verbindungen zu München.

Das Münchner Stadtmuseum forscht und sammelt zur Geschichte der US-amerikanischen Lebenswelten sowie dem Zusammenleben in der Stadt im Zeitraum von 1945 bis in die 1990er Jahre. Dafür werden Objekte für die Sammlung der US-amerikanisch geprägten Stadtkultur gesucht.

Jetzt sind Ihre Erinnerungen gefragt!

Das Münchner Stadtmuseum freut sich, wenn ehemalige Bewohner*innen der US-Siedlungen, ihre Angehörigen und Wegbegleiter*innen der US-amerikanischen Community in München, die Bewahrung dieser Geschichte unterstützen. Gesucht werden persönliche Erinnerungsstücke, Alltagsgegenstände und Dokumente aus der Zeit von 1945 bis in die 1990er Jahre. Diese können Teil der Sammlung des Museums und in zukünftigen Ausstellungen sowie Forschungsprojekten genutzt und gewürdigt werden.

Gesucht werden unter anderem: 

  • Fotografien und (private) Filmaufnahmen
  • Kleidung (z. B. T-Shirts, Schuljacken, Trikots, Uniformteile)
  • Jahrbücher, Schulmaterialien der US-amerikanischen Schulen
  • Veranstaltungsprogramme, Abzeichen, Banner
  • sowie andere Objekte mit Bezug zum US-amerikanischen Leben in München.

Besonders willkommen sind Erinnerungen an: 

  • Munich American High School
  • Elementary School
  • University of Maryland (Zweigstelle München)
  • The Little Oktoberfest
  • Das Leben auf US-Stützpunkten wie der McGraw Kaserne oder in der Ami-Siedlung
  • Das Zusammenleben der Alt- und Neu-Münchner*innen

Haben Sie Interesse, Erinnerungsstücke für die Sammlung des Münchner Stadtmuseums abzugeben oder mehr zu erfahren?
Kontaktieren Sie Karolina Novinšćak Kölker und Dr. Simon Goeke gerne per E-Mail: ushistory(at)muenchen.de


Besuchsinformation

Öffnungszeiten

Interimsausstellung “What the City. Perspektiven unserer Stadt” im historischen Zeughaus
Dienstag–Sonntag 11.00-19.00 Uhr
Eintritt frei

Filmmuseum – Vorstellungen
Dienstag / Mittwoch 18.30 Uhr und 21.00 Uhr
Donnerstag 19.00 Uhr
Freitag / Samstag 18.00 Uhr und 21.00 Uhr
Sonntag 17.00 Uhr

Das restliche Museum ist aufgrund der Generalsanierung aktuell geschlossen.

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln

S/U-Bahn Station Marienplatz
U-Bahn Station Sendlinger Tor
Bus 52/62 Haltestelle St.-Jakobs-Platz

Kontakt

St.-Jakobs-Platz 1
80331 München
Tel. +49-(0)89-233-722370
E-Mail stadtmuseum(at)muenchen.de
E-Mail filmmuseum(at)muenchen.de

Kinokasse Tel. +49-(0)89-233-724150

Informationen zur Von Parish Kostümbibliothek in Nymphenburg