Klaipėda Puppet Theatre (Litauen)
Ein Stück über die Zerbrechlichkeit von Menschen und Erinnerungen
Die litauische Hafenstadt Klaipėda hat eine schmerzhafte Vergangenheit und ist doch immer wieder aus der Asche auferstanden. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie zunächst vom Deutschen Reich annektiert, bis im Herbst 1944 die meisten der damaligen Einwohner*innen evakuiert wurden. Als die Rote Armee die Stadt erreichte, fand sie nur noch wenige Menschen dort vor.
Auf Einladung des Klaipėda Puppet Theatre konzipierte der französische Puppenspieler, Regisseur und frühere Intendant des "tjp – Théâtre Jeunesse Public Straßburg" Renaud Herbin ein Stück über dieses dunkle Kapitel der Stadtgeschichte. Bekannt für seine unverwechselbare visuelle Sprache, in der er Puppenspiel, Poesie, Schauspiel, Tanz, Sound und visuelle Elemente zusammenführt, geht er gemeinsam mit seinem Team der Frage nach, wie Geschichte erzählt wird, wenn man sich nicht an alles erinnert oder nicht erinnern will. Was geschieht mit den Lücken in der Erinnerung? Welcher Erzähler ist realer, der Schauspieler oder die Marionette? "Kissing the Ashes" ist eine von tausend möglichen Geschichten darüber, was passiert, wenn eine Stadt ihr Gedächtnis verliert.
Regie, Design, Dramaturgie, Co-Autor: Renaud Herbin / Dramaturgie, Co-Autorin, Regieassistenz: Lina Laura Švedaitė / Musik: Arturas Bumšteinas / Lichtdesign: Vilius Vilutis / Design, Puppenbau: Aušra Bakanaitė, Agnė Jablonskytė, Gintarė Radvilavičiūtė / Spiel: Monika Mikalauskaitė Baužienė / Renata Kutaitė Raudonienė, Vytautas Kairys / Produzentin: Agnė Pulokaitė
Unterstützt durch: Lithuanian Culture Institute, Klaipėda City Municipality, Lithuanian Council for Culture, Lithuanian Presidency of the Council of Europe
Spieldauer: 50 Min.
Altersempfehlung: 15+
Karten: Preiskategorie B über rausgegangen.de / Sprache: Litauisch mit deutschen Übertiteln / Ort: HochX
Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Gesellschaft zur Förderung des Puppenspiels e.V.
