02.10.2020 – 10.01.2021
Welt im Umbruch. Von Otto Dix bis August Sander – Kunst der 20er Jahre
Die 1920er Jahre waren eine Zeit der Extreme und Gegensätze, voller Hoffnung und Elend, Licht und Schatten. Im Dialog zwischen Malerei und Fotografie beleuchtet die Ausstellung eine Zeit, die künstlerisch voller Innovationen steckte und in der sich zugleich Vorboten des kulturellen Niedergangs im Nationalsozialismus mehrten. Die moderne Stilrichtung der Neuen Sachlichkeit in der Malerei und des Neuen Sehens in der Fotografie strebt eine sachliche und realistisch-veristische Wiedergabe des Bildgegenstands an. Die Ausstellung spürt diesem künstlerischen Dialog erstmals in Porträts mit besonderem Fokus auf Akt und Selbstbildnisse, Stadtansichten, Stillleben, Darstellungen von Industrie und Technik sowie politischen Collagen nach. Neben den circa 220 Fotografien, Gemälden und Grafiken werden auch die wichtigsten Fotopublikationen der Zeit  sowie ausgewählte Filme der künstlerischen Avantgarde zu sehen sein. Die Werke der Ausstellung stammen von Aenne Biermann, Erwin Blumenfeld, Otto Dix, Hugo Erfurth, Carl Grossberg, Florence Henri, Hannah Höch, Karl Hubbuch, Germaine Krull, El Lissitzky, László Moholy-Nagy, Albert Renger-Patzsch, Walter Peterhans, Max Radler, August Sander, Christian Schad, Rudolf Schlichter, Georg Scholz, Sasha Stone, Umbo u.a.
In Kooperation mit dem Bucerius Kunst Forum Hamburg.

17.10. – 01.11.2020
„Wunder.“ Internationales Figurentheaterfestival
Figurentheater ist immer ein kleines Wunder: Tote Materie wird lebendig und zieht uns Zuschauer in seinen Bann. Gleichzeitig lädt es ein, wunde Punkte zu untersuchen, sich mit schwierigen Themen auseinander zu setzen und ist dabei selbst höchst fragil: jederzeit kann das lebendige Material in sich zusammen sacken - und in Zeiten einer Pandemie kommt Theater nahezu gänzlich zum Stillstand. Zu den wunderbaren Erlebnissen des Theaters gehört das gemeinsame Live-Erlebnis in der Gruppe der Zuschauenden. Aber was, wenn Hygiene- und Abstandsregelungen Theater, wie wir es bisher kannten, unmöglich machen? Das internationale Figurentheaterfest wunder. macht die Not zur Tugend: Unter dem Motto Con Takt erkundet das Festival neue Formen, auch im öffentlichen Raum und zeigt erstklassige Figurentheaterinszenierungen, vor allem aus Deutschland.Ein Fokus liegt, unterstützt vom "Bureau du Théâtre et de la Danse" (Berlin) auf Produktionen aus Frankreich.

13.11.2020 – 05.04.2021
MUC / Schmuck
Perspektiven auf eine Münchner Privatsammlung

Die Goldschmiedekunst spielt in München seit Ende des 19. Jahrhunderts eine zunehmend bedeutende Rolle. Bis heute leben und arbeiten hier überdurchschnittlich viele Goldschmied*innen und Schmuckkünstler*innen. Die international bekannte Klasse für Schmuck und Gerät der Akademie der Bildenden Künste leistet dazu einen entscheidenden Beitrag. Das Münchner Stadtmuseum nimmt den Erwerb einer Sammlung Münchner Schmuck, deren zeitlicher Schwerpunkt von den 1880er Jahren bis in die 1930er Jahre reicht, zum Anlass, gemeinsam mit den Student*innen der Akademie der Bildenden Künste und ihrer Professorin Karen Pontoppidan eine Ausstellung zu konzipieren, die sowohl über die historischen Arbeiten und ihren Hintergrund informiert, als auch Studium, Herangehensweisen und Werke angehender Schmuckkünstler*innen von heute vorstellt.
In Kooperation mit der Klasse Prof. Karen Pontoppidan, Akademie der Bildenden Künste München

23.04.2021 – 02.01.2022
Nachts. Clubkultur in München
Eingebettet in den kulturhistorischen Kontext der Stadtentwicklung seit etwa Ende des 19. Jahrhunderts wird der Fokus auf dem Münchner Nachtleben mit seiner Club- und Ausgehkultur seit der Nachkriegszeit liegen. Welche Personen und Institutionen prägten und prägen die Münchner Nacht? An welchen Orten hat sich das Nachtleben vollzogen? Welchen Stellenwert nahm und nimmt das Münchner Nachtleben im Kontext stadtplanerischer und ökonomischer Fragestellungen ein? Und inwiefern hat das Nachtleben in der Vergangenheit Einfluss auf Prozesse der Münchner Urbanisierung genommen? Das sind die Hauptthemen der Ausstellung, aber auch die Migration, die Herstellung von Geschlecht, Prozesse des sozialen Ein- und Ausschlusses sowie das Arbeiten und andere Themen sollen im Kontext der Nacht veranschaulicht werden.

08.10.2021 – 30.01.2022
Grand Tour XXL. Der Reisekünstler Emel‘jan Korneev
Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein galt eine Grand Tour nach Italien für Künstler als geradezu unverzichtbare Bildungsreise. Emel‘jan Michailowitsch Korneev (1780 – 1839) ging jedoch noch viel weiter. Als Teil einer Expedition bereiste er zunächst ganz Russland, von St. Petersburg nach Sibirien bis auf die Krim. Von dort aus zog er weiter nach Griechenland und Kleinasien, um schließlich nach Italien zu gelangen und das Land von Süden nach Norden zu bereisen.
Unentwegt dokumentierte Korneev dabei unterschiedlichste, charakteristische Landschaften und wählte bedeutende Zeugnisse der Baukunst sowie folkloristische Motive als Sujets. Einige Jahre nach seiner Rückkehr nach Russland übertraf Korneev diese ohnehin schon gewaltige Tour mit seiner Teilnahme an einer Weltumsegelung. Bedauerlicherweise wurden bei einer Sturmflut im Jahr 1824 in St. Petersburg der Großteil seiner Werke vernichtet, weshalb sich heute nur noch wenige seiner Arbeiten erhalten haben und der Künstler außerhalb Russlands kaum mehr bekannt ist.
Umso wertvoller ist das Konvolut von über 50 Blatt seiner Italien-Reise, die seit fast hundert Jahren zum Bestand der Graphischen Sammlung des Münchner Stadtmuseums gehören. Dabei handelt es sich um großformatige Federzeichnungen sowie Arbeiten in Sepiatusche und Aquarell. Dieses Material von herausragender künstlerischer Qualität soll nun wissenschaftlich erschlossen und erstmals der Öffentlichkeit in einer Ausstellung präsentiert werden.


Besucherinformation

Öffnungszeiten

Dienstag - Sonntag 10.00-18.00 Uhr
Montags geschlossen

MittwochAbendGeöffnet!
Jeden 2. Mittwoch im Monat sind ausgewählte Ausstellungen des Münchner Stadtmuseums bis 20.00 Uhr geöffnet.

Filmmuseum – Vorstellungen
Dienstag - Sonntag 20.00 Uhr
Bei Überlänge andere Uhrzeiten

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln

S/U-Bahn Station Marienplatz
U-Bahn Station Sendlinger Tor
Bus 52/62 Haltestelle St.-Jakobs-Platz

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