22.10.2021 – 30.01.2022
FORUM 052: Fabian Hesse & Mitra Wakil – Crop. Algorithmic Rendering und offene Zukünfte
Das Künstler*innen-Duo Mitra Wakil und Fabian Hesse arbeitet an den Schnittstellen von bildender Kunst, neuen Technologien und demokratischer Selbstermächtigung. Ihr Interesse gilt dabei der kreativen und zugleich der kritischen Auseinandersetzung mit Computertechnik, insbesondere der 3D-Technologie.
Hesse & Wakil spüren Fehler oder Kommunikationsstörungen dieser neuen Technologien auf, um sie bewusst zu unterlaufen und künstlerisch nutzbar zu machen. Sie greifen dabei zum Beispiel auf Datenbanken aus der Biotechnologie zurück: Konkret auf 3D-Scans landwirtschaftlich genutzter Pflanzen wie Hirse, Tabak und Tomatenpflanzen sowie Beikräuter. Hesse & Wakil re-organisieren diese Pflanzenteile mit einem menschlich unterstützten Zufallsprinzip und verbinden einzelne Elemente mithilfe eines selbständig kalkulierenden Algorithmus zu neuen hybriden Gestalten. Diese wirken teils floral, teils körperhaft changierend und verschmelzen ineinander als Blätter, Knollen und Früchte in neue fantastische Hybride. Die entstandenen Datensätze lassen Hesse & Wakil wiederum mit dem 3D-Drucker als abstrakte Skulpturen in Aluminium wachsen und verleihen damit ihren fiktionalen Darstellungen eine neue Körperlichkeit.

19.11.2021 – 20.03.2022
Vertrauliche Distanz. Fotografien von Barbara Niggl Radloff 1958–2004
Nach einer Jugend zwischen den Trümmern des zweiten Weltkrieges entdeckte Barbara Niggl Radloff (1936-2010) Mensch und Geschehen der Nachkriegszeit in München und darüber hinaus mit dem Fotoapparat. Ihre aufstrebende Karriere als Bildjournalistin unterbrach sie bald zugunsten des Familienlebens – die Arbeit nahm sie erst Mitte der 1970er Jahre wieder auf. Hinterlassen hat sie ein beeindruckendes Werk, das bis heute weitestgehend unbekannt geblieben ist.
Schon während ihrer Ausbildung am Münchner „Institut für Bildjournalismus“ druckte die Süddeutsche Zeitung ihre Bilder, woraufhin die Münchner Illustrierte sie 1960 – als damals einzige Frau – als Verlagsfotografin anstellte. In ihrer zweiten Schaffensphase bis zu Ihrem Tod 2010 schuf sie ein Panorama der Künstler*innen und Literat*innen aus aller Welt, die im Künstlerhaus Villa Waldberta in Feldafing zu Gast waren. Ihr Gegenüber – darunter weltberühmte Akteure des Kulturlebens wie Erich Kästner, Hannah Arendt, Carl Zuckmayer, Max Horkheimer oder Emilio Vedova – hielt Barbara Niggl Radloff fest in lebhaften Porträts, welche die Neugier und einfühlsame Art der Fotografin erfahrbar machen.
Der Nachlass der Fotografin gelangte 2018 an das Münchner Stadtmuseum und umfasst über 2.500 Abzüge sowie das Negativ-Archiv der Fotografin mit insgesamt mehr als 50.000 Aufnahmen. Die Ausstellung schöpft aus dem Gesamtwerk der Fotografin und zeigt ihre Bilder im Zusammenhang der „humanistischen Fotografie“ sowie des zeitgenössischen Pressewesens.


Besuchsinformation

Öffnungszeiten

Dienstag - Sonntag 10.00-18.00 Uhr
Montags geschlossen

MittwochAbendGeöffnet!
Jeden 2. Mittwoch im Monat sind ausgewählte Ausstellungen des Münchner Stadtmuseums bis 20.00 Uhr geöffnet.

Filmmuseum – Vorstellungen
Dienstag - Sonntag 20.00 Uhr
Bei Überlänge andere Uhrzeiten

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln

S/U-Bahn Station Marienplatz
U-Bahn Station Sendlinger Tor
Bus 52/62 Haltestelle St.-Jakobs-Platz

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Stadtcafé Tel. +49-(0)89-26 69 49