Veranstaltungen & Filme

Isn't Life Wonderful?

Internationale Stummfilmtage
Musikbegleitung: Stephen Horne (Klavier, Flöte, Akkordeon)

Isn’t Life Wonderful? (Ist das Leben nicht wunderbar?)
USA 1924 | Regie: David Wark Griffith | Drehbuch: David Wark Griffith, nach einer Kurzgeschichte von Geoffrey Moss | Kamera: Hendrik Sartov | Darsteller: Carol Dempster, Neil Hamilton, Erville Alderson, Helen Lowell, Marcia Harris, Frank Puglia, Lupino Lane, Hans Adalbert von Schlettow, Paul Rehkopf, Robert Scholz, Walter Plimmer, Desha Delteil | 115 min | Farbe: schwarzweiß | Zwischentitel: englisch

Musikbegleitung: Stephen Horne (Klavier, Flöte, Akkordeon)

Der Überlebenskampf einer polnische Flüchtlingsfamilie im Deutschland der Inflationszeit nach dem Ersten Weltkrieg. ISN’T LIFE WONDERFUL? ist einer der am wenigsten bekannten Filme von D.W. Griffith: Zum Teil in den Straßen von Berlin und Umgebung im Sommer 1924 gedreht, mit einem ungewöhnlich dokumentarischen Blick auf das Alltagsleben einfacher Leute, war dem Film kein großer Erfolg beschieden: Griffith wurde Sympathie mit dem früheren Kriegsgegner vorgeworfen und fehlendes Gespür für die Bedürfnisse des (amerikanischen) Publikums.
Das Museum of Modern Art hat den Film 2019 ausgehend vom 1938 für seine Sammlung erworbenen Originalnegativ digital restauriert und ermöglicht so seine Wiederentdeckung. Insbesondere auf das Kino des italienischen Neorealismus nach dem Zweiten Weltkrieg hatte ISN’T LIFE WONDERFUL? Einen nachhaltigen Einfluss.

ISN’T LIFE WONDERFUL? Ist ein Film, in dem die realistischen Elemente, die auf einer genauen Beobachtung des Milieus basieren, über die Vorliebe zum Melodrama Oberhand gewinnen. Der Film behandelt das Leben deutscher Arbeiter während der Inflation zu Beginn der 1920er Jahre. Ohne jede Stilisierung zeigte Griffith sehr realistisch die langen Schlangen vor den Läden, die Unruhen, durch den Hunger verursacht, und den Diebstahl von Lebensmitteln (die Kartoffeln direkt vom Feld). Der graue Ton der Aufnahmen ließ den dramatischen Effekt der Bilder noch stärker hervortreten. Sogar das angehängte unbedingte Happy-End konnte den Eindruck, den dieses letzte bedeutungsvolle, dem einstmals großen Griffith würdige Werk auf den Zuschauer machte und macht, nicht beeinträchtigen.

(Jerzy Toeplitz: Geschichte des Films 1895-1928; Berlin 1984)

Eintrittspreise 6 € (5 € für Mitglieder des MFZ). Die Kasse öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn. Es gibt keinen Vorverkauf. Reservierungen sind online über den Shop des Stadtmuseums möglich. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.


Besuchsinformation

Öffnungszeiten

Dienstag - Sonntag 10.00-18.00 Uhr
Montags geschlossen

MittwochAbendGeöffnet!
Jeden 2. Mittwoch im Monat sind ausgewählte Ausstellungen des Münchner Stadtmuseums bis 20.00 Uhr geöffnet.

Filmmuseum – Vorstellungen
Dienstag - Sonntag 20.00 Uhr
Bei Überlänge andere Uhrzeiten

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U-Bahn Station Sendlinger Tor
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