Veranstaltungen & Filme

Die Unmenschliche

Internationale Stummfilmtage
Musikbegleitung: Günter A. Buchwald (Klavier, Violine, Viola)

L’inhumaine (Die Unmenschliche)
Frankreich 1924 | Regie: Marcel L’Herbier | Drehbuch: Marcel L’Herbier, Pierre MacOrlan | Kamera: Georges Specht,
 Jean Letort
 | Darsteller: Georgette Leblanc, Jaque Catelain, Philippe Hériat, Léonid Walter de Malte, Fred Kellerman, Marcelle Pradot | 122 min | Farbe:
viragiert | Zwischentitel: französisch mit deutschen Untertiteln

Musikbegleitung: Günter A. Buchwald (Klavier, Violine, Viola)

Das legendäre Meisterwerk von Marcel L’Herbier, der in einer aberwitzigen Geschichte Elemente des Science-Fiction-Films mit Stilmitteln der französischen Avantgarde der 1920er Jahre verbindet. Zu den Set-Designern des Films gehören Fernand Léger, der das futuristische Labor eines Ingenieurs gestaltete, und Robert Mallet-Stevens, der ein ultramodernen Haus und weitschweifende Raumarchitekturen entwarf. Die bisher bekannten Filmkopien waren von minderer Bildqualität und ließen viele Details der Ausstattung nur erahnen. Die digitale Restaurierung von Lobster Films und dem Centre National du Cinéma, für die auf das Originalnegativ zurückgegriffen werden und die ursprünglichen Einfärbungen vorgenommen werden konnte, ermöglicht einen neuen Zugang zum Film, der die Begeisterung des französischen Publikums bei der Uraufführung nachvollziehbar macht.

Was den Reiz und die Modernität dieses Films ausmacht, ist die unerhörte Technik der Aufnahme und die Fülle von neuen Ideen, die das in überreicher Spannung gebannte Publikum während des Abrollens alle Augenblicke zu brausendem Applaus veranlasste. Die Unmenschliche ist eine Künstlerin, um die sich eine Reihe von Verehrern bewerben. Zwei von ihnen treten hervor. Der indische Rajah, dargestellt von Philippe Heriat, der ihr ein Königreich zu Füßen legt, und der moderne Ingenieur, dargestellt von dem hübschesten Jungen, der in Frankreich auf der Kinobühne steht, Jacques Catelain. Der abgewiesene Rajah tötet sie durch eine Giftschlange, die er in das Auto der Künstlerin einschmuggelt, und der Ingenieur, der gerade die Konstruktion einer Maschine vollendet hat, mit der man Tote erwecken kann, bringt sie – für sich selbstverständlich – wieder zum Leben zurück. Alle bisherigen Sensationen werden in den Schatten gestellt durch die Szenen, die sich anlässlich der Todeserweckung abspielen. Der Architekt – es ist Frankreichs modernster Baukünstler Mallet-Stevens – hat hier mit dem Filmkünstler atemberaubende Bilder gestellt, ein hohes Lied auf die Monumentalität der modernen und utopischen Technik. Man ging aus dem Theater und hatte das Gefühl, die Geburtsstunde einer neuen Kunst erlebt zu haben. (Adolf Loos, Neue Freie Presse, 29.7.1924)

Eintrittspreise 6 € (5 € für Mitglieder des MFZ). Die Kasse öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn. Es gibt keinen Vorverkauf. Reservierungen sind online über den Shop des Stadtmuseums möglich. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.


Besuchsinformation

Öffnungszeiten

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Montags geschlossen

MittwochAbendGeöffnet!
Jeden 2. Mittwoch im Monat sind ausgewählte Ausstellungen des Münchner Stadtmuseums bis 20.00 Uhr geöffnet.

Filmmuseum – Vorstellungen
Dienstag - Sonntag 20.00 Uhr
Bei Überlänge andere Uhrzeiten

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U-Bahn Station Sendlinger Tor
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