Veranstaltungen & Filme

Alraune

Internationale Stummfilmtage
Musikbegleitung: Mark Pogolski (Klavier), Sabrina Zimmermann (Violine)

Alraune
Deutschland 1928 | Regie: Henrik Galeen | Drehbuch: Henrik Galeen, nach dem Roman von Hanns Heinz Ewers | Kamera: Franz Planer | Darsteller: Brigitte Helm, Paul Wegener, Ivan Petrovich, Mia Pankau, Georg John, Wolfgang Zilzer | 130 min | Farbe: viragiert | Zwischentitel: deutsch

Musikbegleitung: Mark Pogolski (Klavier), Sabrina Zimmermann (Violine)

Hanns Heinz Ewers Erfolgsromans „Alraune“ erschien 1911 und verzeichnete unzählige Auflagen sowie mehrere Verfilmungen. Die erfolgreichste entstand 1928 mit Brigitte Helm als männermordendem Vamp, die dann später in der ersten Tonfilmversion auch wieder die Hauptrolle übernahm. Obwohl Henrik Galeen, ein erfolgreiche Drehbuchautor fantastischer Stoffe (NOSFERATU, DER GOLEM, DAS WACHSFIGURENKABINETT) die literarische Vorlage weitgehend um gröbste Krassheiten und spekulative Kolportageelemente bereinigte, schritt die Zensur ein und kürzte vor allem in die Anfangsszenen, in denen es um die künstliche Zeugung der Alraune durch die Befruchtung einer Dirne mit dem Samen eines Gehenkten geht. Das Filmmuseum konnte den Filmen aus einer dänischen Fassung und einer russischen Fassung rekonstruieren, die unterschiedliche Zensurschnitte aufwiesen und sich gegenseitig ergänzten. Verloren sind nur wenige Momente wie Valeska Gerts aufreizender Tanz mit einem Mann vor dem Dirnenhaus, der nur auf einem Standfotos erhalten ist. Die restaurierte ALRAUNE läuft bei den Stummfilmtagen als Weltpremiere.

Der Film lebt von der Gestalt Alraunes, die durch Brigitte Helm eine Verwirklichung erfahren hat, die rundweg als meisterhaft anzusprechen Ist. Bewunderungswürdig, wie die Figur der Alraune einheitlich angelegt ist und mit welchem Stilgefühl sie durchgeführt ist. Brigitte Helm bedarf keiner Hilfsmittel, um die sonderbare, halb gotische, halb asiatische Dämonie ihrer Erscheinung zu unterstreichen, sie wirkt mit rein künstlerischen Mitteln und rein durch den künstlerischen Ausdruck des Gesichts und ihres wunderbar beherrschten Körpers. Die Verführungsszenen sind rein schauspielerisch gesehen ein Meisterstück: hier fehlen alle groben Mittel, mit kleinsten Details, mit zartesten Andeutungen wird das Gefühl einer wild aufsteigenden Sinnlichkeit erzeugt, der nicht nur der alte Professor, sondern auch das Gefühl des Publikums erliegt. (Lichtbild-Bühne, 26.1.1928)

Eintrittspreise 6 € (5 € für Mitglieder des MFZ). Die Kasse öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn. Es gibt keinen Vorverkauf. Reservierungen sind online über den Shop des Stadtmuseums möglich. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.


Besuchsinformation

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Montags geschlossen

MittwochAbendGeöffnet!
Jeden 2. Mittwoch im Monat sind ausgewählte Ausstellungen des Münchner Stadtmuseums bis 20.00 Uhr geöffnet.

Filmmuseum – Vorstellungen
Dienstag - Sonntag 20.00 Uhr
Bei Überlänge andere Uhrzeiten

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