Veranstaltungen & Filme

Alexander Kluge / Der Golem

Internationale Stummfilmtage
Im Gespräch: Alexander Kluge, Stefan Drößler

Der Golem-Mythos und die Golem-Filme

Der Golem
Deutschland 1915 | Regie:Henrik Galeen | Drehbuch: Paul Wegener, Henrik Galeen | Kamera: Guido Seeber | Darsteller: Paul Wegener, Lyda Salmonova, Henrik Galeen, Rudolf Blümmer, Jakob Tiedtke | 24 min | Farbe: viragiert | Zwischentitel: deutsch

Der Golem, Roboter, künstliche Intelligenz
Gespräch mit Alexander Kluge und Stefan Drößler

 

Schon in der Stummfilmzeit gab es mehrere Filme um die Figur des Golem. Paul Wegeners erster Golem-Film galt jahrzehntelang als verschollen. Wahrscheinlich hat Wegener selber den Film aus dem Verkehr gezogen, weil er ihn nicht zusammen mit seinem Film DER GOLEM WIE ER IN DIE WELT KAM zeigen wollte. Das Filmmuseum München hat den Film aus verschiedenen Fragmenten, Fotos und einer im 16mm-Format überlieferten Rolle rekonstruiert. Stefan Drößler erläutert die verschiedenen Versuche, sich den Golem-Stoff im Stummfilm und frühen Tonfilm anzunähern und unterhält sich mit Alexander Kluge über die Aktualität des Golem-Mythos, die Idee der Erschaffung des künstlichen Menschen und künstlicher Intelligenz.

Wenn man die unnachahmlich künstlerische Auffassung dieser phantastischen Idee gesehen hat, die glänzende Darstellung der ersten Künstler, die Hochachtung fordernde Seebersche Photographie und die entzückenden Motive aus dem alten Hildesheim, die den Hintergrund gaben, dann müssen wir mit Stolz dieses geistvolle Werk als restlos vollkommen bezeichnen. Es wird seinen Weg machen durch große und kleine Lichtspielhäuser, wird die Menschen fesselnd in seinen Bann ziehen und immer und immer wieder zum Ansehen zwingen. Wir danken an dieser Stelle allen Mitwirkenden, dass uns dieses Kunstwerk geschenkt wurde: dem Paul Wegener, der gazellenhaften Lyda Salmonova, dem Techniker Guido Seeber und allen anderen, die sich liebevoll diesem Stoff hingaben. Das ist richtige Film-Pantomimik, die nicht durch die Sprechbühne und nicht durch die Feder des Schriftstellers, sondern einzig und allein nur durch die plastische, stumme Wiedergabe im Film zur packenden, glaubwürdigen Handlung dem Menschen übermittelt werden kann.

(Lichtbild-Bühne, 16.1.1915)

Eintrittspreise 6 € (5 € für MFZ-Mitglieder). Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.


Besuchsinformation

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Dienstag - Sonntag 20.00 Uhr
Bei Überlänge andere Uhrzeiten

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