Sonderausstellungen
Vorschau

23.02. – 27.05.2018
FORUM 045: Arne Schmitt – Persönlichkeit und System
Architektur ist ein soziales Medium. Sie strukturiert den Raum und formt das Individuum, das in ihr lebt. In ihr spiegelt sich die Gesellschaft wider. Sie ist Ausdruck des Zeitgeists: nicht nur durch ihre Gestaltung – sondern auch durch die Machtstrukturen ihrer Planung, Errichtung und Rezeption. Diese komplexen Verflechtungen analysiert der Künstler Arne Schmitt (*1984) in seinen Arbeiten. In der Ausstellung wird neben seiner Fotoserie „In Neuer Pracht” auch sein Video „Mit weniger mehr schaffen. Die zeitlose Wissenschaft der Rationalisierung” gezeigt. In der Gegenüberstellung scheinen gleich mehrere der großen Ideologien des 20. Jahrhunderts auf, die teilweise überraschende Korrelationen aufweisen.


03.03. – 11.03.2018
12. Münchner Bücherschau junior
Mehr als 5.000 Bücher und Kindermedien für die ganze Familie präsentiert die Münchner Bücherschau junior täglich von 9 bis 19 Uhr bei freiem Eintritt. Das abwechslungsreiche Veranstaltungsprogramm bietet Workshops rund ums Buch, Exkursionen und viele Autorenlesungen aus spannenden Krimis, interessanten Sachbüchern und illustrierten Bilderbüchern.


14.03. – 19.03.2018
KUCKUCK Theaterfestival für Anfänge(r)
KUCKUCK bietet internationales Theater für Kinder von 0 bis 5 Jahren. An drei Spielstätten kommen Töne, Tanz, Objekte, Puppen, Licht und Gerüche zum Einsatz, um eine sinnliche Theatererfahrung zu ermöglichen. Eine Woche lang wird das Festival durch Gastspiele, Vorträge und Fortbildungsangebote das Theater für die Allerkleinsten in seinen verschiedenen Facetten durchleuchten und vorstellen. Partner und Spielstätten sind das FigurenTheaterForumMünchen / Münchner Stadtmuseum, die Schauburg – Theater für junges Publikum der Landeshauptstadt München und die Evangelische Familien-Bildungsstätte Elly Heuss-Knapp. Vom 16. März bis zum 5. April präsentiert die Schauburg in den Räumen des Münchner Stadtmuseums erstmalig den „Klang Spiel Platz“. Die begehbare Installation ist ein akustischer Experimentierraum für Kinder und Erwachsene. Neben Blas-, Streich- und Schlaginstrumenten werden Materialien wie Holz, Metall und Plastik, darunter auch Alltagsgegenstände, zu einem großen Musiklabor ergänzt. Konzeption: Christian Thurm, Johannes Gaudet und Till Rölle im Rahmen des Kunst und Spiele Projektes der Robert Bosch Stiftung und des „Happy New Ears Festivals“ Mannheim, 2016.


27.04. – 23.09.2018
„Ehem. jüdischer Besitz“ – Erwerbungen des Münchner Stadtmuseums im Nationalsozialismus
Die systematische Erforschung der Herkunft von Kunstwerken in den eigenen Sammlungensbeständen gehört zu den Schwerpunkten der wissenschaftlichen Arbeit des Münchner Stadtmuseums. Erstmals sollen nun die Ergebnisse dieser Provenienzforschung in einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert und dabei auch die eigene Geschichte in der NS-Zeit näher beleuchtet werden. Die Ausstellung versteht sich als Momentaufnahme in einem Prozess kontinuierlicher Aufarbeitung und zeichnet die vielfältigen Biografien von ausgewählten Kunstgegenständen aus den verschiedenartigen Sammlungen des Museums nach. Dazu gehören Werke aus den Bereichen Grafik und Gemälde, Mode und Textilien sowie Kunsthandwerk und Möbel, aber auch Musikinstrumente und Marionetten. Zum ersten Mal wird damit ein kunst- und kulturgeschichtliches Museum mit der ganzen Bandbreite seiner Sammlungsbestände diesem wichtigen Thema eine Ausstellung widmen.


25.05. – 09.09.2018
Die Dächer Münchens – Modelle zur historischen Ingenieursbaukunst
Dachkonstruktionen sind versteckte Meisterwerke der Architektur. Die Baumeister konnten nur das planen, was von den Zimmerleuten auch zu überdachen war. So sind die Dächer ein Spiegelbild der technischen Leistungsfähigkeit und ein stadtgeschichtliches Zeugnis von erstaunlicher Aussagekraft. Fast alle historischen Dächer wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört. Wir zeigen in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Baugeschichte, Historische Bauforschung und Denkmalpflege der TU München die Arbeiten von Clemens Knobling zur Rekonstruktion bedeutender Dachwerke - von der Frauenkirche bis hin zu unserem Zeughaus.


08. – 17.06.2018
Internationales Gamelanfestival 2018
Das Internationale Gamelanfestival präsentiert mit Gruppen aus Indonesien und Europa verschiedene Musikkulturen aus Bali und Java, deren besonderes Merkmal das Ensemblespiel ist. Eine Ausstellung in der Sammlung Musik mit etwa 15 Gamelanarten zeigt das reichhaltige Spektrum an Instrumentarien und Spielweisen, die allesamt in Europa recht unbekannt sind. Bei Open-Air-Veranstaltungen auf dem Mariahilfplatz tritt das größte Carillon Süddeutschlands in Dialog mit einem Gamelan-Ensemble; hierfür werden eigens Kompositionen geschrieben, gefördert durch der Ernst-von-Siemens Musikstiftung. Die Konzerte finden im Münchner Stadtmuseum und bei den Kooperationspartnern wie dem Bayerischen Rundfunk oder Gasteig statt. Ein zweitägiges Symposion mit namhaften Referenten bietet gute Möglichkeiten, diese einzigartigen und unbekannten Hochkulturen näher kennenzulernen. Eine große Anzahl verschiedener Workshops mit Lehrern aus den eingeladenen Gruppen runden das vielfältige Programm ab.


22.06. – 16.09.2018
FORUM 046: Claudius Schulze – Naturzustand
Wie sehr der Schutz vor Naturkatastrophen das europäische Landschaftsbild prägt, zeigt die Arbeit „Naturzustand“ von Claudius Schulze. Der Künstler reiste dafür rund 50.000 km quer durch Europa und fotografierte mit seiner Großformatkamera von einem Kranwagen herab scheinbar malerische Landschaften. Die Fotografien entstanden an Nordsee und Atlantik, in den Alpen, Pyrenäen und Mittelgebirgen sowie entlang der großen europäischen Flussläufe. Die Landschaften wirken auf den ersten Blick fast idyllisch. Doch zum Schutz vor natürlichen Gefahren hat der Mensch massiv in die Naturräume eingegriffen. Die Kräfte von Stürmen, Lawinen und Überschwemmungen werden durch Bauwerke und Technologien reguliert. Schulzes Fotoserie untersucht den „Naturzustand“ im Zeitalter des Anthropozän, in dem der Mensch durch die Auswirkungen seines Handelns auf Klima und Biosphäre letztlich selbst zur Naturgewalt wurde.


21.09.2018 – 31.12.2019
Migration bewegt die Stadt. Neue Perspektiven auf "Typisch München!"
Migration hat München in allen Bereichen geprägt. „Stadtgeschichten sind auch immer Migrationsgeschichten“ (Erol Yıldız). Das Münchner Stadtmuseum und das Stadtarchiv München arbeiten seit 2015 gemeinsam daran, die Gegenwart und Geschichte Münchens aus dieser Perspektive zu erforschen. Die beiden Münchner Institutionen präsentieren mit ihren ersten Forschungsergebnissen neue Lesarten und Ergänzungen in der Dauerausstellung „Typisch München!“.


17.10. – 28.10. 2018
Internationales Figurentheaterfestival „MIT_GEFÜHL“
Unter dem Titel „MIT_GEFÜHL“ wird das internationale Figurentheaterfestival 2018 Figurentheater als Theater für alle Sinne vorstellen und verstärkt Installationen und partizipative Formate zeigen. Damit verbunden soll das Thema Inklusion im Fokus stehen. Neben Inszenierungen, die Behinderung auf ganz unterschiedliche Weise thematisieren, wird sich das Festival mit Workshops und Gesprächen auch bewusst um Zuschauer mit Behinderung bemühen. Das Programm mit ca. 20 internationalen Inszenierungen richtet sich an Erwachsene, Jugendliche und Kinder. Weitere Spielorte sind u.a. die Schauburg, die Pasinger Fabrik und das HochX.


18.10.2018 – 06.01.2019
Wunderkammer – Frank Soehnles Figurentheater im Dialog mit der Sammlung Puppentheater
Eine Gegenüberstellung, ein Familientreffen, eine Audienz bei den Idolen. Der Figurenspieler Frank Soehnle hat in der Sammlung Puppentheater des Münchner Stadtmuseums jede Menge Inspirationsquellen wiedergefunden, aber auch Verwandte, Urahnen und Doppelgänger seiner eigenen Figuren. Zu Themen wie Himmel & Hölle, Abnormitäten, Schatten, Auflösung, Totentanz und Totenkonferenz, die auch immer wieder auf Soehnles Bühne zu sehen sind, entstehen auf 200 Quadratmetern sinnliche Dialogräume zwischen Exponaten der Sammlung und Figuren aus verschiedenen Inszenierungen Frank Soehnles von 1991 bis heute.


30.11.2018 - 31.03.2019
Die Weite des Horizonts. Zeitgenössische Fotografie aus der Sammlung der DZ-Bank
In der Ausstellung geht es um das Phänomen Landschaft in der zeitgenössischen Fotografie. Ausgehend von den Vorstellungen, die in der Kunst der Romantik zur idyllischen Naturdarstellung formuliert wurden, werden die Veränderung von Natur- und Nutzlandschaft sowie die Auswirkun­gen von Verstädterung und Industrialisierung auf die Natur thematisiert. Die circa 120 Kunstwerke stammen von, Axel Hütte, Olivo Barbieri, Lothar Baumgarten, William Eggleston, Jochen Gerz, Luigi Ghirri, Rodney Graham, Beate Gütschow, David Hockney, Walter Niedermayr, Simone Nieweg, Detlef Orlopp, Jorma Purannen, Inge Rambow, Heinrich Riebesehl, Adrian Sauer und James Turrell.