Sonderausstellungen
Vorschau

19.10.2018 – 17.03.2019
Migration bewegt die Stadt Projekteinblicke IV: Nema problema!?
Нема проблема!? Nuk ka problem!? Нема проблем!? Brez problema!?
München und die Migration aus Jugoslawien und den Nachfolgestaaten

München war und ist, allein durch seine geographische Lage, ein besonderer Ort für die Migration aus Jugoslawien und den Nachfolgestaaten. Nicht nur die Grill-Restaurants sind schon seit den 1960er Jahren fester Bestandteil der Stadtkultur. Ob im Sport, im Arbeitsalltag oder in der Clubkultur – in allen Bereichen der Stadt hat die Zuwanderung aus dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawiens ganz selbstverständlich ihre Spuren hinterlassen. Das 50-jährige Jubiläum des deutsch-jugoslawischen Anwerbeakommens ist für das Münchner Stadtmuseum der Anlass auf die Geschichte der Zuwanderung aus Jugoslawien und den Nachfolgestaaten zurückzublicken. In einem neuen Ausstellungsmodul werden Objekte präsentiert, die mit dieser bewegten Geschichte zusammenhängen. Die gezeigten Exponate wurden von Münchner_innen mit Migrationshintergrund oder ihren Vereinen erworben. / Eintritt frei


30.11.2018 - 31.03.2019
LAND__SCOPE. Fotoarbeiten von Roni Horn bis Thomas Ruff aus der DZ BANK Kunstsammlung
In der Ausstellung geht es um das Phänomen Landschaft in der zeitgenössischen Fotografie. Ausgehend von den Vorstellungen, die in der Kunst der Romantik zur idyllischen Naturdarstellung formuliert wurden, werden die Veränderung von Natur- und Nutzlandschaft sowie die Auswirkungen von Verstädterung und Industrialisierung auf die Natur thematisiert. Die circa 120 Kunstwerke stammen u. a. von Claudia Angelmaier, Ursula Böhmer, Mona Breede, Lucinda Devlin, William Eggleston, Jochen Gerz, Beate Gütschow, Raphael Hefti, Dan Holdsworth, Carsten Höller, Roni Horn, Axel Hütte, Magdalena Jetelová, Sven Johne, Peter Keetman, Robert Longo, Richard Mosse, Inge Rambow, Heinrich Riebesehl, Thomas Ruff, Adrian Sauer, Stephen Shore, Maria Sewcz, Hiroshi Sugimoto und Anna Vogel.


15.03. – 28.07.2019
Die fabelhafte Kunst des Carl Strathmann (1866-1939)
Die Kunst Carl Strathmanns ist skurril, bizarr, originell, in jedem Fall entzieht sie sich weitläufigen Kategorisierungen. Mit einer ornamentverliebten Detailversessenheit schuf sich der Jugendstilkünstler eigene Welten von karikaturhaften Märchen, fantastischen Blumenstillleben und Landschaften, symbolistischen Salonbildern und kunstgewerblichen Entwürfen. Im Münchner Stadtmuseum befindet sich sein künstlerischer Nachlaß, der alle Aspekte seines Œuvres abdeckt. Unter anderem finden sich hier auch zahlreiche seiner (Haupt-)Werke, die allgemein als verschollen oder zerstört gelten. Diese Ausstellung bietet die Gelegenheit mit Carl Strathmann eine besonders aufregende Künstlerpersönlichkeit Münchens um 1900 zu entdecken und sich von seiner Kunst faszinieren zu lassen.


18.10.2019 – Juni 2020
READY TO GO! – Schuhe bewegen
Die Ausstellung beleuchtet zuerst Fußbekleidung als Gebrauchsgegenstand und Fortbewegungs- mittel unter kulturhistorischen und soziologischen Aspekten: die Beispiele reichen vom fragmentierten mittelalterlichen Kinderschuh bis zum aktuellen Schuhwerk eines Geflüchteten. Im zweiten Teil mutiert der Schuh zum Statussymbol und kann als Machtsymbol oder als Zeichen einer Gruppenzugehörigkeit dienen. Die Bedeutung der Fußbekleidung für die Gender-Thematik gipfelt in den High Heels einer Drag Queen. Als Fetisch lässt der Schuh im dritten Teil Sammler-herzen höher schlagen. Der Pump als typisch weibliches Geschlechtermerkmal dient als Mittel der Verführung und kann ebenso wie der Schnürstiefel als übersteigertes Reizobjekt und Folter-instrument Lust und Pein bereiten. Im Namen der Erotik wird der weibliche Fuß zum Lotusfuß verstümmelt und der Hallux Valgus gefördert. Die vielfältige Sammlung veranschaulicht emotional aufgeladene Themenbereiche, die anhand von exklusiven Schuhobjekten internationaler Künstler untermauert und abstrahiert werden. Inklusive Angebote wie Hör-, Tast- und Lauf-Stationen sollen als Selbstverständlichkeit wahrgenommen werden und sich allen Besuchern als neue Sinnes-Erfahrung erschließen.