Sonderausstellungen
Vorschau

22.02. – 28.04.2019
FORUM 048: Anna Katharina Zeitler – If you can dream it, you can do it
Anna Katharina Zeitlers Bildzyklus „If you can dream it, you can do it“ nimmt eine Lebenssituation zum Ausgangspunkt, die geprägt ist vom ständigen Unterwegssein und der Sehnsucht, endlich irgendwo anzukommen. Die Fotografien oszillieren zwischen Rastlosigkeit, Ruhelosigkeit und Heimweh. In geheimnisvollen Schlagbildern entführt Anna Katharina Zeitler den Betrachter auf eine poetischen Bilderreise voller Sinnlichkeit, Intimität, Melancholie und Magie, bei der Autobiographisches und Fiktionales ineinanderfließen.


15.03. – 22.09.2019
Jugendstil skurril. Carl Strathmann
Die Kunst Carl Strathmanns (1866-1939) ist höchst originell und fabelhaft bizarr, sie entzieht sich in jedem Fall weitläufigen Kategorisierungen. Mit einer ornamentverliebten Detailversessenheit schuf sich der Jugendstilkünstler eigene Welten von karikaturhaften Märchen, fantastischen Blumenstillleben und Landschaften, symbolistischen Historienbildern und kunstgewerblichen Entwürfen. Im Münchner Stadtmuseum befindet sich sein künstlerischer Nachlaß, der alle Aspekte seines Œuvres abdeckt. Unter anderem finden sich hier auch zahlreiche seiner (Haupt-)Werke, die allgemein als verschollen oder zerstört gelten. Diese Ausstellung bietet die Gelegenheit mit Carl Strathmann eine besonders aufregende Künstlerpersönlichkeit Münchens um 1900 zu entdecken und sich von seiner Kunst faszinieren zu lassen.


15.11.2019 – Juni 2020
READY TO GO! – Schuhe bewegen
Die Ausstellung beleuchtet eingangs Fußbekleidung als Gebrauchsgegenstand und Fortbewegungsmittel unter kulturhistorischen und soziologischen Aspekten: die Beispiele reichen vom fragmentierten mittelalterlichen Kinderschuh, über Arbeitsschuhe und Wanderstiefel bis zum aktuellen Schuhwerk eines Geflüchteten. Im zweiten Teil mutiert der Schuh zum Status- und Machtsymbol und kann durch Absätze den Menschen regelrecht über andere erhöhen. Schuhe dienen auch heute noch als Zeichen einer Gruppenzugehörigkeit, was an Szeneschuhen wie Raver Boots, Transformer Stiefeln oder Buffalos gezeigt wird. Die Gender-Thematik wird u.a. an den Plateauschuhen der 1970er-Jahre sichtbar, die sowohl von Frauen als auch von Männern getragen wurden. Und dass nicht nur Frauen auf hohen Hacken laufen können, beweisen eindrucksvoll die Drag Queens am Christopher Street Day. Als Fetisch lässt der Schuh im dritten Teil Sammlerherzen höher schlagen. Der Stöckelschuh als typisch weibliches Geschlechter­merkmal dient als Mittel der Verführung und veranlasst Frauen in hohe, enge und spitze Modelle zu schlüpfen. Im Namen der Erotik wird der weibliche Fuß zum Lotusfuß verstümmelt und der Hallux Valgus gefördert. Die vielfältige Sammlung veranschaulicht emotional aufgeladene Themenbereiche, die anhand von exklusiven Schuhobjekten internationaler Künstler untermauert und abstrahiert werden. Inklusive Angebote wie Hör-, Tast- und Lauf-Stationen sollen als Selbstverständlichkeit wahrgenommen werden und sich allen Besuchern als neue Sinnes-Erfahrung erschließen.