24. März – 16. Juli 2017
No secrets! – Bilder der Überwachung

Social Media-Aktion zur Ausstellung „No Secrets! – Bilder der Überwachung“

Wo, wer und was wird überwacht? Heute, gestern, morgen? Wem nützt Überwachung, wem schadet sie? Wie lässt sie sich abwehren, sabotieren oder umkehren? Die ausstellenden Künstler in unserer Sonderausstellung „No secrets! – Bilder der Überwachung“ haben ihre Haltung zu dem Thema künstlerisch gefunden. Sie reichen von den Versuchen, Methoden der Überwachung zu hintergehen, sie zu adaptieren und zu imitieren, bis dahin, die Überwachungspraktiken offenzulegen und sichtbar zu machen. Diese höchst unterschiedlichen Blickwinkel ermöglichen eine neue, differenzierte Auseinandersetzung und bilden einen Beitrag zu der gesellschaftlichen Diskussion über Überwachung und der Erfassung von Mensch, Zeit und Raum.

Eure Bilder der Überwachung

Wie sehen sie aus, eure persönlichen Bilder der Überwachung? Ist es der Blick von oben, die Perspektive der Überwachungskamera oder sind es verpixelte oder angeschnittene Bilder in Schwarz-Weiß? Sind Überwachungsbilder immer auch Bilder der Überwachung? Schickt uns eure Interpretation, lasst uns und die Community teilhaben an eurem Blickwinkel. Lasst eurer Fantasie freien Lauf, denkt über die engen Grenzen des Naheliegenden hinaus, findet eure eigene Position!


Eure Geheimnisse

Digitale Überwachungskameras, biometrische Erkennungssoftware, Smartphones – Technologien, die es scheinbar mühelos erlauben, unzählige Daten und Informationen zu sammeln und so ein umfassendes Persönlichkeitsprofil und Bewegungsmuster eines jeden zu erstellen. Geheimnisse scheinen selten zu werden. Habt ihr Geheimnisse oder seid ihr schon off secrets? Macht ihr eure Geheimnisse öffentlich, enthüllt ihr sie im Netz? Oder verweigert ihr euch der Zurschaustellung? Wie auch immer: macht euch Gedanken, werdet kreativ, verlasst oder betretet die „geheime Welt“!


Verlust der Dunkelheit

Die Erfassung von Mensch und Raum ist keine Erfindung des 21. Jahrhunderts. Die Einführung der öffentlichen Straßenbeleuchtung im 17. Jahrhunderts brachte den Bürgern ein neues Maß an Sicherheit, war und ist aber zugleich ein Instrument der staatlichen Kontrolle. Licht überwacht die Dunkelheit. Und mit dem Verlust der Dunkelheit geht ein Rückzugsort des Geheimnisvollen und des „Lieber-im-Verborgenen-Bleiben“ verloren. Teilt die hellen und dunklen Seiten der Dunkelheit mit uns – wir sind gespannt auf eure fotografischen Lichtblicke und Dunkelzonen.


Mit der Social-Media-Aktion #offsecrets starten wir ein digitales Vermittlungsprojekt, das die in der Ausstellung behandelten Themen aufgreift und weiterführt. Instagram und Twitter bilden dafür Plattform und Netzwerk.

Wir freuen uns auf eure ganz persönlichen Bilder der Überwachung. Wir sammeln eure Beiträge auf Instagram (@muenchnerstadtmuseum) und Twitter (@mucstadtmuseum) unter dem Hashtag #offsecrets. Ein Teil eurer Bilder werden selbst Teil der Ausstellung, erweitern und bereichern so die künstlerischen Positionen.

Alle bisherigen Beiträge könnt ihr euch in unserer Story unter storify.com/mucstadtmuseum/offsecrets anschauen.


Social Event

Bewerbt Euch für den Social Event am 24. Mai 2017 um 18.15 Uhr.

Was?

Wir öffnen exklusiv für Euch unsere Pforten und starten den Versuch zwei Ausstellungen digital zu vernetzen. In unserer Ausstellung „No secrets! – Bilder der Überwachung“ bekommt ihr Einblicke durch den Kurator und könnt mit einzelnen ausstellenden Künstlern ins Gespräch über ihre Werke kommen. Zeitgleich wirft eine kleine Gruppe einen Blick in die Ausstellung „No Secrets! – Reiz und Gefahr digitaler Selbstüberwachung“ der ERES-Stiftung. Durch eure Tweets und Posts verbinden wir zwei Ausstellungsorte im Digitalen – also postet und twittert währenddessen, was das Zeug hält! Abschließend gibt einen gemeinsamen Ausklang im Münchner Stadtmuseum, bei dem ihr euch austauschen könnt.

Wann?

24. Mai 2017, 18.15 Uhr

Dauer?

ca. 90 Minuten; anschließend Ausklang im Studio des Münchner Stadtmuseums

Wo?

Münchner Stadtmuseum
St.-Jakobs-Platz 1
80331 München

ERES-Stiftung
Römerstraße 15
80801 München

Anmeldung

Die Anmeldefrist ist leider schon abgelaufen.

In Kooperation mit Kulturkonsorten

Information in leichter Sprache

Besucherinformation in leicht verständlicher Sprache
(barrierefreies PDF)

Publikation

Zur Ausstellung erscheint ein gemeinsamer Katalog, ca. 160 Seiten, mit zahlreichen Abbildungen und Texten von Dietmar Kammerer, Klaus Mainzer, Frank Pasquale, Daniela Stöppel, Diana Tamir und anderen, der an der Museumskasse und im Online-Shop für 18,- € erhältlich ist.