München in Zeiten von Corona – Fotografien von Laetitia Vancon

Der französischen Fotografin Laetitia Vancon, die in München lebt und arbeitet, verdanken wir eine einzigartige Serie von Fotografien über München in Zeiten von Corona. Seit Beginn der Pandemie Mitte März 2020 hat Laetitia Vancon für die New York Times ein fotografisches Tagebuch geführt, aus dem hier eine Auswahl vorgestellt wird. Im Mittelpunkt ihrer Bilder steht das Leben der Menschen in dieser Stadt, das Zusammensein und -treffen auf öffentlichen Plätzen, Straßen oder Parks, aber auch das menschliche Miteinander in privaten Wohnungen oder einem medizinischen Labor.

In zahlreichen Aufnahmen ist der starke Gegensatz einer Stadt im Frühling mit einer blühenden, ja jubilierenden Natur und der unsichtbaren Bedrohung durch den Virus präsent. Unverkennbar ist, dass die Gesichtsmaske zum selbstverständlichen Teil einer neuen Wirklichkeit geworden ist.

Laetitia Vancon erzählt mit ihren Bildern Geschichten, die für die Betrachter ausreichend Spielraum für eigene Interpretationen lassen. Sie pflegt einen journalistischen Stil, zugleich offenbart ihre poetische Bildsprache einen persönlichen Zugang zu der dargestellten Situation. In eigenen Worten beschreibt sie ihr Interesse an der Fotografie:

„Die Fotografie ist interessant, weil sie Grenzen setzt. Sie erzählt im Grunde nicht die ganze Geschichte. Vielmehr lässt sie dem Betrachter viel Raum, um die Lücke mit seinen eigenen, persönlichen Geschichten zu schließen. Darin offenbart sich für mich die Magie der Fotografie. Vor allem bei Themen, die in mir schwingen, wie z.B. die Suche nach Identität, das Überwinden von Widrigkeiten, oder Glauben, Zuversicht und Hoffnung, das sind Dinge, in die wir uns alle einfühlen können. Die Fotografie öffnet den Raum für unser eigenes Narrativ. Ich arbeite gerne mit Abgrenzungen und bilde Menschen in höchst persönlichen Situationen ab. Ich glaube, dass intime Momente besonders bewegend und herausfordernd sind - sie zwingen uns zum Hinschauen, zum Hinterfragen und können uns trotz aller Unterschiede auch emotional über Kontinente hinweg verbinden.“

Laetitia Vancon hat einzelne Aufnahmen der Website persönlich kommentiert.

Wir danken Laetitia Vancon sehr herzlich für die großzügige Überlassung ihrer Aufnahmen für diese Plattform des Münchner Stadtmuseums.


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