Sammlung Mode / Textilien / Kostümbibliothek

Mode / Textilien

Die Sammlung Mode und Textilien entstand aus Ankäufen und Schenkungen an das Münchner Stadtmuseum seit seiner Gründung im Jahr 1888. Sie beinhaltet Kleidung und Accessoires jeden Genres, von der Alltagskleidung bis zur Haute Couture aus einem Zeitraum von Anfang des 18. Jahrhunderts bis zur aktuellen Gegenwart. Der Bestand beinhaltet ca. 60.000 Objekte.

In den Bereich „Textilien“ fallen Handarbeiten wie Stickereien, Heimtextilien oder Mustertücher. Die Bekleidung unterteilt sich in Damen-, Herren- und Kinderkleidung. Sämtliche Sparten sind in der Modesammlung vorhanden – von der Haute Couture, Modellkonfektion, Konfektion, Boutiquemode, dem Künstlerkleid bis zum Selbstgeschneiderten. Die Kleidung wird auch nach „Gelegenheiten“ unterschieden: z.B. Hauskleidung, Tagesmode, Abend und Festlichkeiten, Hochzeit, Freizeit, Trachten, Fasching und Notzeit.

Bei den bisher gezeigten Ausstellungen der ehemals als „Modemuseum“ bezeichneten Sammlung Mode/Textilien reicht die Thematik von der Entwicklung bestimmter Kleidung (etwa Hüte, Brautkleider, Kinderkleidung) im Laufe der letzten zwei Jahrhunderte über die Darstellung der Mode einzelner Epochen, z.B. die Mode der Kriegs- und Nachkriegszeit, der Goldenen Zwanziger und der Fünfziger Jahre, bis zur Präsentation einzelner Accessoires wie in der Ausstellung „2000 Hüte“ (2000). Raum nimmt auch das Schaffen einzelner Couturiers ein. So wurde u. a. das Werk von Werner Wunderlich, Antonio Lopez und Cristobal Balenciaga gewürdigt. Ebenso zielten mehrere Ausstellungen auf die Verbindung zwischen Mode und Kunst.

Die Sammlung macht es sich zur Aufgabe, Roben und Kleidungsstücke mitsamt den modischen Utensilien zu präsentieren, um die diversen Stilrichtungen wieder aufleben zu lassen. Moden aus verschiedenen Jahrhunderten und Epochen können ausgestellt werden und so von vergangenen Zeiten und unterschiedlichen Gesellschaftshierarchien erzählen. Denn Mode ist lebendige Kulturgeschichte. Kooperationen mit Modeschulen und den Modedesignern von morgen – wie zuletzt in der Ausstellung "Mode sprengt Mieder – Silhouettenwechsel" (2010) und "Fächerflirt – Die Sache mit den Codes" (2011) – lassen einen spannenden Dialog zwischen der historischen und der aktuellen Sichtweise auf Kleidung aufleben.