
Puppentrickfilm
Puppentrickfilm
Die Geschichte des Puppentrickfilms

2026 ist in der Münchner Puppen- und Figurentheaterwelt ein Jubiläumsjahr:Es wird das 75-jährige Bestehen der Gesellschaft zur Förderung des Puppenspiels e.V. und das 30-jährige Bestehen des Internationalen Figurentheaterfestivals »Wunder.« gefeiert. Aber nicht nur das: Vor 100 Jahren entstand auch der erste abendfüllende Animationsfilm DIE ABENTEUER DES PRINZEN ACHMED von Lotte Reiniger, ein Meilenstein auch für das Schatten- und Figurentheater. Aus Anlass dieser Jubiläen blicken die Sammlung Puppentheater/Schaustellerei des Münchner Stadtmuseums und die Gesellschaft zur Förderung des Puppenspiels zurück in die Geschichte des Puppentrickfilms und des Puppenfilms. Die Animation von unbelebtem Material, seien es Puppen, Gegenstände oder Materialien, verbindet Film und Theater, auch wenn sich die Techniken und »magischen« Effekte naturgemäß in den beiden Medien unterscheiden. Die im Vergleich zu den menschlichen Schauspieler*innen fast unbegrenzten Möglichkeiten der puppenhaften Akteur*innen eröffnen ihnen immer wieder Räume für fantastische, groteske und abseitige Geschichten. Die Metapher der Marionette als Bild eines fremdgesteuerten, gar gleichgeschalteten Wesens wurde auch in der Filmgeschichte wirkmächtig aufgegriffen. Typisierung und manchmal auch stereotype Darstellungen gehören zum Medium und tragen zum Witz der Filme bei, sind aber manchmal aus heutiger Sicht problematisch, etwa wenn es um Geschlechterrollen oder die Darstellung z.B. von People of Colour geht.
Heute, in Zeiten der künstlichen Intelligenz, sind makellose Computeranimationen ständig für alle verfügbar. Umso sehenswerter sind die historischen Animationsfilme mit ihrer eigenen Ästhetik der Brüche und den einzigartigen Welten, die sie erschaffen. Wie das Puppentheater erzeugen sie eine Illusion und stellen gleichzeitig ihre Gemachtheit aus. Der doppelte Blick des Zuschauenden macht einen großen Teil der Faszinationskraft der Filme aus. Es ist sicher kein Zufall, dass gerade Puppentheater und Animationsfilm (nicht nur) mit Puppen als Kunstform an der Grenze zur bildenden Kunst auch immer Orte für unabhängige, eigenwillige und genre-sprengende Künstler*innen waren, die hier, oft in jahrelanger Arbeit, ihre Visionen verwirklichten. Die liebevollen und originellen Details der Bild für Bild aufgenommenen Filme machen sie besonders sehenswert.
Weiter im Text von Mascha Erbelding und zum pdf der Filmreihe
Besuchsinformation
Öffnungszeiten
Interimsausstellung “What the City. Perspektiven unserer Stadt” im historischen Zeughaus
Dienstag–Sonntag 11.00-19.00 Uhr
Eintritt frei
Filmmuseum – Vorstellungen
Dienstag / Mittwoch 18.30 Uhr und 21.00 Uhr
Donnerstag 19.00 Uhr
Freitag / Samstag 18.00 Uhr und 21.00 Uhr
Sonntag 17.00 Uhr
Das restliche Museum ist aufgrund der Generalsanierung aktuell geschlossen.
Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln
S/U-Bahn Station Marienplatz
U-Bahn Station Sendlinger Tor
Bus 52/62 Haltestelle St.-Jakobs-Platz
Kontakt
St.-Jakobs-Platz 1
80331 München
Tel. +49-(0)89-233-722370
E-Mail stadtmuseum(at)muenchen.de
E-Mail filmmuseum(at)muenchen.de
Kinokasse Tel. +49-(0)89-233-724150
Informationen zur Von Parish Kostümbibliothek in Nymphenburg

