Neu restauriert: Ekstase

Neu restauriert: Ekstase

Gründe für das große Interesse a EKSTASE gibt es viele. Allen voran sicher die Hauptdarstellerin Hedwig Kiesler, die kurze Zeit später unter dem Namen Hedy Lamarr weltberühmt wurde, und die Tatsache, dass sie in einigen kurzen Einstellungen nackt zu sehen war. Wäre das nicht schon Skandal genug, gilt EKSTASE als der erste kommerzielle Film, in dem die weibliche Hauptdarstellerin beim Erleben eines Orgasmus beobachtet werden kann. Für diese beiden Darstellungen ist der Film vielleicht (beim Publikum) am bekanntesten. Auf mindestens ebenso viel Ablehnung bei den Zensurbehörden dürften allerdings die Erzählung des Ehebruchs, die Zeugung eines unehelichen Kindes und das dargestellte Mutterglück einer emanzipierten, alleinerziehenden Frau gestoßen sein. Nur so erklären sich die in nahezu allen nach der Premiere des Films entstandenen Fassungen teils schmerzhaft zurechtgebogenen »alternativen Enden«, die der weiblichen Protagonistin durchwegs ihren Stolz und ihre Eigenständigkeit nehmen und sich allesamt bemühen, sie auf den letzten Metern des Films doch noch in die gesellschaftlich erwartete Rolle der liebenden Ehefrau und Mutter zu pressen. Viel wurde in den Jahren nach der Premiere auch im Zuge der Wiederaufführung in den 1950er-Jahren an dem Film herumgebastelt, und eines haben alle diese Umarbeitungen gemeinsam: Durch sie wird die herausragende Qualität der ersten, ursprünglichen Fassung erst richtig deutlich. Denn letztendlich ist EKSTASE ein formal erstaunlich gewagter, stimmiger und gelungener Film. (Florian Wrobel)
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Adalbert Stifter Verein e.V. innerhalb der Reihe »Böhmische Spuren in München«, zu der auch ein gleichnamiges Buch im Volk Verlag erschienen ist.

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