leere Kinostuhlreihen aus rotem Stoff von hinten

Luis García Berlanga

100 Jahre Luis García Berlanga

Luis García Berlanga ist in Deutschland eher unbekannt, dabei war er ein Erneuerer des spanischen Kinos in den 1950er Jahren. Als Zeitzeuge der Franco-Zeit hat er ebenfalls den Übergang Spaniens in eine Demokratie erlebt. Und auch die Tücken des gesellschaftlichen Wandels brachte er in seinen Filmen zum Ausdruck. Berlanga gilt als Virtuose der Plansequenz, ein wiederkehrendes formales Merkmal seiner Filme, und ist für seinen speziellen Humor bekannt, mit dem er typisch spanische Formen aus der Theatertradition fortführt.
Vom 19. bis zum 21. Mai 2022 findet zu Ehren des 100. Geburtstags des spanischen Ausnahmeregisseurs Luis García Berlanga eine internationale Tagung zu seinem Werk statt: »Furia española. Nuevos acercamientos a la obra de Luis García Berlanga«. Die Veranstaltung beginnt am 19. Mai an der Universität Regensburg mit Vorträgen und Buchvorstellungen. Am 21. Mai wird sie im Instituto Cervantes (München) mit einem runden Tisch, an dem u.a. prominente Persönlichkeiten wie sein Sohn José Luis García Berlanga teilnehmen, und mit der Vorführung der Satire TODOS A LA CÁRCEL im Filmmuseum abgeschlossen. Diese Aufführung ergänzt die Werkschau des Filmmuseums vom März 2022.

Die Tagung wird veranstaltet in Kooperation des Spanienzentrums der Universität Regensburg, der Filmoteca española in Madrid, der Stiftung AC/E, der Vielberth-Stiftung, des Festivals cinEScultura und des Instituto Cervantes, München.


Todos a la cárcel (Alle ins Gefängnis)
Spanien 1993 | R: Luis García Berlanga | B: Jorge Berlanga, Luis García Berlanga | K: Alfredo Mayo | M: Suburbano | D: José Sazatornil, José Sacristán, Agustín González, Manuel Alexandre, Rafael Alonso | 99 min | OmeU
Am »Tag der politischen Gefangenen« treffen sich im Gefängnis von Valencia zum mahnenden Gedenken an die Franco- Diktatur ehemalige Häftlinge. Jeder von ihnen hat verborgene Absichten – vom aalglatten Investor über den unversöhnten kommunistischen Priester bis zum Installateur, der ausstehende Zahlungen für Regierungsaufträge anmahnen will. Die »Ehrengäste« ahnen weder, dass sie über Nacht wieder in die Zellen gesperrt werden, noch dass der Gefängnisdirektor sie lediglich als Staffage für eine inszenierte Geiselnahme braucht, um einem einflussreichen Mafioso die Flucht zu ermöglichen. Ein Fernsehteam interessiert sich derweil nicht für die Historie, sondern nur für blutrünstige Erzählungen anderer Insassen der Haftanstalt. Ein wirbelnder Reigen von Korruption, Blendwerk und Selbsttäuschungen, bei dem Berlanga das Chaos mit sicherer Hand dirigiert und unter Beweis stellt, dass er sich den kritischen, vernichtenden Individualismus bewahrt hat, der seine besten Satiren auszeichnet.
Samstag, 21. Mai 2022, 17.00 Uhr

 

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