Hollywood 1971

»Ihr würdet das nicht glauben, wie dieses Land sich verändert hat …«

Sam the Lion sagt das, der müde alte Cowboy in Peter Bogdanovichs THE LAST PICTURE SHOW, verkörpert von Ben Johnson, der fünf Filme von John Ford geprägt hat. Der Satz trudelt durch die Jahrzehnte, Bogdanovichs Film spielt 1952, aber er wurde 1971 gedreht, und der Satz trifft beide Zeitpunkte. Wie dieses Land sich verändert hat ... Bürgerrechtsbewegung, Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg, Studentenproteste, die Morde an Kennedy und Martin Luther King ...Die Sechziger haben gravierende Spuren hinterlassen. Auch in Hollywood.

Es war ein wilder Trupp Außenseiter, die im Jahr 1971 oder kurz davor Filme in die Kinos brachten, Ausgeflippte, Hippies, Anfänger, Cineasten, Intellektuelle, natürlich auch Start-up-Leute, unternehmungslustig. Geld sollte natürlich auch verdient werden. Es ist schwer, einen Überblick zu kriegen über das, was damals passierte, zu viel kam gleichzeitig, ging ineinander über, vieles widersprach sich, zwischen Rebellion und Nostalgie. Vieles verschwand, aber nicht für immer. Die Sehnsucht, anders zu sein als der klassische Betrieb, und ein Verlangen, in eben diesem Betrieb zu spielen nach neuen Regeln, das machte die Zerrissenheit dieses jungen Kinos aus, damit bewegte es sich an der Grenze zum Psychopathischen. Manche Produzenten schlugen sich auf die Seite der Regisseure, die Regisseure selbst gründeten eigene Produktionsfirmen, manchmal sehr kurzlebig. Es gab Tendenzen und eine Verlockung zum Geniekult. Schauspieler wollten mehr als Vorgeschriebenes abliefern, wollten selber Auteur sein. Elaine May, Barbara Loden und Clint Eastwood drehten ihre Filme, bei John Cassavetes grübelten die Kritiker, wie genau er seine Drehbücher vorbereitete, was der Anteil der Actors war, Jack Nicholson schrieb ein Drehbuch für Monte Hellman, mit der Hand. Was den Professionalismus ganz anders aussehen ließ.

Den vollständigen Artikel von Fritz Göttler sowie die Termine und Kurztexte der Filme
finden Sie im Programmheft-PDF der Reihe (21. September bis 07. November 2021)

Zum aktuellen Spielplan


Besuchsinformation

Öffnungszeiten

Dienstag - Sonntag 10.00-18.00 Uhr
Montags geschlossen

MittwochAbendGeöffnet!
Jeden 2. Mittwoch im Monat sind ausgewählte Ausstellungen des Münchner Stadtmuseums bis 20.00 Uhr geöffnet.

Filmmuseum – Vorstellungen
Dienstag - Sonntag 20.00 Uhr
Bei Überlänge andere Uhrzeiten

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln

S/U-Bahn Station Marienplatz
U-Bahn Station Sendlinger Tor
Bus 52/62 Haltestelle St.-Jakobs-Platz

Kontakt

St.-Jakobs-Platz 1
80331 München
Tel. +49-(0)89-233-22370
Fax +49-(0)89-233-25033
E-Mail stadtmuseummuenchende
E-Mail filmmuseummuenchende

Kinokasse Tel. +49-(0)89-233-24150

Stadtcafé Tel. +49-(0)89-26 69 49