leere Kinostuhlreihen aus rotem Stoff von hinten

Film und Psychoanalyse

Film und Psychoanalyse: Jungs! Aber wie. - Teil 2

Kann man die Antihelden der weiteren zwei Filme, die wir ausgewählt haben, noch als Jungs bezeichnen? Unzweifelhaft sind sie der Adoleszenz entwachsen, gehören eher dem von der Entwicklungspsychologie neuerdings als emerging adulthood bezeichneten Übergangsstadium an, das bei nicht wenigen Jungs recht lange anhält, auch in den 1950er und 1960er Jahren, wie unsere beiden Filme zeigen. Da taucht noch wenig Erwachsensein auf, es geht eher um Befriedigung triebhafter Wünsche. Dass die Krise der Männlichkeit, die Schwierigkeiten der Identitätsbildung und der Bewältigung der Entwicklungsaufgaben also neuere Phänomene seien, entstanden, seit die selbstverständliche patriarchalische Grundordnung in Frage gestellt wird, kann man so wohl nicht sagen. In all den Filmen spielen die Primärobjekte, sprich Eltern, besonders die Väter, deren Entidealisierung ja die zentrale Aufgabe für Jungs in der Adoleszenz sein soll, weiterhin eine zentrale Rolle, und so dürfte es wohl auch im richtigen Leben sein. Unsere rein europäische Filmauswahl zeigt über eine Zeitspanne von über 60 Jahren, wie kunstvoll, kreativ, neugierig, unkonventionell und witzig sich die Filmkünstler in verschiedenen Variationen des Themas sich entwickelnder, gefährdeter und auch gefährlicher Männlichkeit annehmen.
Katharina Leube-Sonnleitner

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