Three Bad Men

Internationale Stummfilmtage
Live-Musik: Richard Siedhoff, Mykyta Sierov

Three Bad Men(Drei ehrliche Banditen)
USA 1926 | Regie: John Ford
 | Drehbuch: John Stone, nach dem Roman »Over the Border« von Herman Whittaker | Kamera: George Schneiderman | Darsteller: George O’Brien, Olive Borden, J. Farrell MacDonald, Tom Santschi, Frank Campeau | 91 min | Farbe:
viragiert | Zwischentitel: englisch | Musikbegleitung: Richard Siedhoff (Klavier, Melodika), Mykyta Sierov (Oboe, Gitarre)

Der letzte Stummfilmwestern von John Ford besitzt schon viele Qualitäten, die seine späteren Meisterwerke auszeichnen. Vor dem Hintergrund des Landrushs von Dakota, als 1876 Indianergebiet zur Goldsuche und Besiedelung freigegeben wurde, wird die Geschichte von drei Banditen erzählt: Eines Bankräubers, eines Falschspielers und eines Pferdediebs. Fords Sympathien liegen ganz eindeutig bei den Außenseitern. Viele Details des Films basieren auf authentischen Erlebnissen. John Ford: „Several of the people in the company had been in the actual rush, so I talked to them about it. For example, the incident of snatching the baby from under the wheels of a wagon actually happened. And the newspaperman who rode along with his press – printing the news all through the event – that really happened.“ Ausgehend von einer Nitro-Filmkopie des Museum of Modern Art, das eine große Sammlung der von William Fox produzierten frühen Stumm- und Tonfilme besitzt, wurde 3 BAD MEN digital restauriert und läuft in Deutscher Erstaufführung.

Wie THE IRON HORSE handelt THREE BAD MEN von der Besiedelung des Westens. Der wahre Reichtum des Landes und das Versprechen für die Zukunft liegt im goldenen Getreide, liegt in den werten, die von den amerikanischen populistischen Farmern repräsentiert werden. Aber THREE BAD MEN zeigt Pioniere, die ihre Pläne wegwerfen, um beim Run auf das Indianerland und das vermutete Gold schneller sein zu können. Die dunkle Seite des Fortschritts wird nicht nur durch „Sheriff“ Layne Hunter und seine Bande von Outlaws repräsentiert, sondern auch von den guten Leuten, die von Reichtum träumen. Innerhalb dieser Struktur der Zweideutigkeit kann sich die melodramatische Story der drei Outlaws, die ein Mädchen retten und, die Schwester des einen retten und den Weg bereiten für ein junges Farmerpaar, in der epischen Konstruktion des Films entwickeln. Ford löst die Story in einer perfekten Balance von persönlichen und epischen Elementen auf. Die drei guten-bösen Männer können, so scheint es – so scheint es aber auch nur –, nichts ernst nehmen, schon gar nicht sich selbst.

(Janey Ann Place: The Western Films of John Ford, New York 1974)

Eintrittspreise 6 € (5 € für MFZ-Mitglieder). Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.


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