Zum Tod meiner Mutter | Deutschland 2021 | R+D: Jessica Krummacher | K: Gerald Kerkletz | Mit: Birte Schnöink, Elsie de Brauw, Susanne Bredehöft, Christian Löber | 134 min | OmeU | Große Portionen Pfälzer Saumagen häuft der Kellner unter dem Porträt von Altkanzler Helmut Kohl auf die Teller. Essen halte ja bekanntlich Leib und Seele zusammen, erklärt er. Die Mittdreißigerin Juliane sitzt mit Freunden hier. Sie hat gerade erzählt, dass ihre Mutter bald sterben wird. Die Stimmung ist natürlich dahin. Alltägliches kippt immer wieder ins Skurrile in Jessica Krummachers zweitem Film. ZUM TOD MEINER MUTTER hat sie ihn genannt und fiktionalisiert darin genau das: den langsamen Tod ihrer eigenen Mutter. Diese war mit Anfang sechzig so in ihrem schwer kranken Körper gefangen, dass ihr als einzige Möglichkeit zum selbstbestimmten Tod nur die Nahrungsverweigerung blieb. Beinahe dokumentarisch berichtet Krummacher von diesem mühevollen Verschwinden. Sie macht Platz für den Perspektivwechsel, den ein Sterben plötzlich bewirkt, den Wunsch, es möge doch endlich vorbei sein, und die gleichzeitige Angst vor genau diesem Moment. (Sofia Glasl)
Eintrittspreis 4 € (3 € bei MFZ-Mitgliedschaft), Aufschläge bei Überlänge, Live-Musik oder 3D. Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.