Trei kilometri până la capătul lumii (Drei Kilometer bis zum Ende der Welt) | Rumänien 2024 | R: Emanuel Pârvu | B: Emanuel Pârvu, Miruna Berescu | K: Silviu Stavilă | M: Frații Pește | D: Ciprian Chiujdea, Bogdan Dumitrache, Laura Vasiliu, Valeriu Andriuță, Ingrid Micu-Berescu, Adrian Titieni, Vlad Brumaru, Vlad Ionuț Popescu | 104 min | OmU | In Sfântu Gheorghe, einer entlegenen Siedlung im Donaudelta, wird nachts am Strand ein junger Mann verprügelt. Adi erschreckt danach mit verquollenen Augen und Blutergüssen im Gesicht Vater und Mutter. Bald stellt sich heraus, dass es sich um ein Hassdelikt handelt. Denn Adi, den sein Vater gern auf der Marine-Akademie sehen würde, ist »eine Schwuchtel«. Emanuel Pârvu entwirft konsequent ein Soziogramm: die Eltern, der Polizist, der lokale Oli-garch (bei dem auch Adis Vater Schulden hat), der Pfarrer (der auf Wunsch der Eltern einen »Exorzismus« durchführt), eine Freundin von Adi: Sie alle stehen für eine mögliche Haltung nicht nur zu Adis sexueller Identität, sondern auch zu staatlicher Institutionalität und zu einer Öffnung der provinziellen Abgeschlossenheit – in dem kleinen Ort findet jährlich im Sommer das international renommierte »Anonimul«-Filmfestival statt. Pârvu macht diese Schließung der Reihen im Dorf zu seinem dramaturgischen Leitprinzip: eine Frau vom Jugendamt kommt aus der nächsten Stadt Tulcea, wird aber von den Autoritäten vor Ort in die Zange genommen. Freiheit ist in dieser Gemeinschaft nicht denkbar, damit bleibt für Adi nur eine Option: die des Außenseiters, der in eine Abendsonne aufbricht, die vielleicht für Freiheit, aber sicher auch für Einsamkeit steht.
Eintrittspreis 5 € (3 € bei MFZ-Mitgliedschaft), Aufschläge bei Überlänge, Live-Musik oder 3D. Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.


