The Fountainhead (Ein Mann wie Sprengstoff) | USA 1949 | R: King Vidor | B: Ayn Rand, nach ihrem Roman | K: Robert Burks | M: Max Steiner | D: Gary Cooper, Patricia Neal, Raymond Massey, Kent Smith, Ray Collins | 112 min | OF | »Der Film erzählt, bewusst oder unbewusst, die Kehrseite einer Mythenbildung. Was als demokratisches Bauen antrat, endet in verbiesterter Egomanie. Das verdrängte Psychologische erhebt prompt sein Haupt. Zwei soziale Aufsteiger aus Hell’s Kitchen und eine neo-idealistische Journalistin bilden ein Dreieck aus unbändigem Stolz, sadistischer Machtausübung und ›reiner Kunst‹. Häuser werden als Denkmäler einer verschrobenen Liebesunfähigkeit errichtet und fristen eine Existenz als Autograf des Architekten. Der Brunnenkopf, die Quelle, ist Howard Roark (Gary Coo-per), ein Architekt, der den Ursprung der Avantgarde von der Erfindung des Feuers ableitet und klaren Gestaltungslinien gegenüber dem Ornamentalen zur Not auch mit Gewalt zum Durchbruch verhelfen will. Howard Roark macht Karriere mit absurden Parodien und statisch nicht gesicherten Varianten von Gebäuden Louis Sullivans, Frank Lloyd Wrights und Louis Kahns – künstlerische Positionen, die im Film in seiner Person zusammentreffen sollen. Die Krise des Illustrativen führt an dieser Stelle zu reiner Idiotie. Der wahre Frank Lloyd Wright hatte sich nach einer nicht akzeptierten Millionen-Dollar-Forderung für Originalentwürfe zum Film aus dem Projekt zurückgezogen, sein Geist aber sollte weiterhin darin wehen. Das idealisierte Gute wird seines realen Substrats beraubt, soll aber zugleich repräsentativ verhökert werden. Die Basis der Argumentation des Films zerbricht so vor unseren Augen. An diesem Film stimmt nichts. In der Analytikerausbildung würde man sagen, die Supervision hat gefehlt. Gerade deshalb lieben wir ihn.« (Heinz Emigholz)
Eintrittspreis 5 € (3 € bei MFZ-Mitgliedschaft), Aufschläge bei Überlänge, Live-Musik oder 3D. Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.



