Peristswaleba (Grenzen) | Georgische Sozialistische Sowjetrepublik 1968 | R: Lana Gogoberidse | B: Lana Gogoberidse, Nana Chatiskatsi | K: Nikolos Suchischwili | M: Nodar Mamisaschwili | D: Geidar Palawandischwili, Rusudan Kiknadse, Sopiko Tschiaureli, Lia Kapanadse, Baadur Tsuladse | 83 min | OmeU | Familienalltag mit allerlei kleinen Kindern drumherum. Alte Freunde kommen zu Besuch, sie essen miteinander und scherzen unbeschwert. (Die Filmwohnung war das Atelier von Gogoberidses Mann, dem Architekten Wladimir Alexi-Meschischwili). Dann kippt die Stimmung. In einer Straßenunterführung werden die Freunde Zeugen eines Mords, greifen aber nicht ein. Verfolgt von Gewissensbissen, beginnt vor allem der Theaterregisseur Giwi daraufhin sein Leben, seine Arbeit und seine Beziehungen grundsätzlich zu hinterfragen. Welche Verantwortung hat der Mensch gegenüber der Gesellschaft? Welche Verantwortung hat die Kunst? Zwischen diese existentialistischen Klänge streut Gogoberidse, aber immer wieder ein kleines Schmunzeln. Und das Erwachen des Gewissens glänzt dann in einer Reihe offener Gesichter. »Wir sind in den Kosmos geflogen, und Sie interessieren sich für irgendwelche Straßenunterführungen, Morde und menschliche Gefühle«, urteilte die sowjetische Filmbehörde Goskino über den Film. Auch nach zahlreichen Änderungen wurden für das gesamte riesige Sowjetreich nur neunzehn Kopien angefertigt, was einem Verbot gleichkam.
Eintrittspreis 4 € (3 € bei MFZ-Mitgliedschaft), Aufschläge bei Überlänge, Live-Musik oder 3D. Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.



