Einzeltäter Teil 1: München

Open Scene

Gedenkveranstaltung zum Jahrestag des rechtsterroristischen Anschlags am OEZ | Deutschland 2022 | R+B: Marcin Wierzchowski | 5 min | OF
Marcin Wierzchowski begleitete für seine Langzeitdokumentation DAS DEUTSCHE VOLK vier Jahre lang Angehörige der beim rassistischen Anschlag in Hanau 2020 Ermordeten in ihrem Umgang mit der Trauer. 2022 filmte er auch die Gedenkveranstaltungen zum Jahrestag des rassistischen Anschlags am Olympia-Einkaufzentrum im München und produzierte einen Kurzfilm für die Initiative München OEZ Erinnern.
Einzeltäter Teil 1: München | Deutschland 2023 | R+B: Julian Vogel | K: Luise Schröder, Julian Vogel | M: Milan Loewy | P: Ümit Uludağ | S: Gregor Bartsch | 85 min | OF
„,Ich will, dass die Menschen das wissen. Einfach nur, weil er schwarze Haare hatte. Einfach nur, weil er ein Fremder war.‘ Sibel und Hasan Leyla verloren 2016 beim Anschlag am Olympia-Einkaufszentrum in München ihren Sohn, Arbnor verlor seine Schwester. Insgesamt neun Menschen wurden damals brutal ermordet. Seither liegt das Leben der Angehörigen in Scherben. Viele bewältigen nur mühsam ihren Alltag. Ruhig und doch voller Anteilnahme begleitet der Film sie in ihrem Kampf, die Tat von staatlicher Seite nicht mehr als politisch unmotivierten Amoklauf eines Einzelnen, sondern als rassistischen Anschlag des Mitglieds eines rechtsextremen Terrornetzwerks anzuerkennen und damit Folgetaten zu verhindern.“ (DOK.fest, Ysabel Fantou)
Der Film ist Teil der Trilogie EINZELTÄTER, die sich Menschen widmet, die bei den rechtsextremen Anschlägen von München 2016, Halle 2019 und Hanau 2020 Angehörige verloren haben. Erst nachdem die Anschläge von Halle und Hanau die Bundesrepublik erschütterten, fanden die Angehörigen in München bei der Stadtverwaltung Gehör, die endlich die Inschrift auf dem Denkmal am OEZ änderte. Hier steht jetzt: „In Erinnerung an alle Opfer des rassistischen Attentats vom 22.7.2016“.

Zehn Jahre nach dem Anschlag am Olympia-Einkaufszentrum möchte das Münchner Stadtmuseum eine sichtbare Auseinandersetzung mit der Erinnerung an die Opfer ermöglichen und im Anschluss an die Filmvorstellung ins Gespräch kommen.
Zu Gast sind die Regisseure Julian Vogel und Marcin Wierzchowski sowie Sibel und Hasan Leyla, die ihren Sohn bei dem Anschlag verloren haben und Teil der Initiative München OEZ Erinnern sind. Simon Goeke, Migrationsforscher im Münchner Stadtmuseum, gibt vor dem Film eine Einführung.

 

Eintrittspreis 5 € (3 € bei MFZ-Mitgliedschaft), Aufschläge bei Überlänge, Live-Musik oder 3D. Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.


Besuchsinformation

Öffnungszeiten

Interimsausstellung “What the City. Perspektiven unserer Stadt” im historischen Zeughaus
Dienstag–Sonntag 11.00-19.00 Uhr
Eintritt frei

Filmmuseum – Vorstellungen
Dienstag / Mittwoch 18.30 Uhr und 21.00 Uhr
Donnerstag 19.00 Uhr
Freitag / Samstag 18.00 Uhr und 21.00 Uhr
Sonntag 18.00 Uhr

Das restliche Museum ist aufgrund der Generalsanierung aktuell geschlossen.

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln

S/U-Bahn Station Marienplatz
U-Bahn Station Sendlinger Tor
Bus 52/62 Haltestelle St.-Jakobs-Platz

Kontakt

St.-Jakobs-Platz 1
80331 München
Tel. +49-(0)89-233-722370
E-Mail stadtmuseum(at)muenchen.de
E-Mail filmmuseum(at)muenchen.de

Kinokasse Tel. +49-(0)89-233-724150

Informationen zur Von Parish Kostümbibliothek in Nymphenburg