Moromeții 3 (The Moromete Family 3 – Father and Son) | Rumänien 2024 | R+B: Stere Gulea | K: Vivi Drăgan Vasile | S: Alexandra Gulea | M: Cristian Lolea | D: Horaţiu Mălăele, Alex Călin, Mara Bugarin, Olimpia Melinte, Răzvan Vasilescu, Iulian Postelnicu, Cătălin Herlo, Ilinca Hărnuţ | 112 min | OmeU | Mit dem dritten Film über die Familie Moromete, nach einem originalen Drehbuch, das nicht mehr auf dem Romanmaterial von Marin Preda basiert, schließt sich elegant und raffiniert der Kreis der Trilogie. Niculae, der jüngste Sohn der Bauernfamilie, ist Schriftsteller geworden und wird nun in der Zeit der beginnenden kommunistischen Radikalisierung und der Kollektivierung der Landwirtschaft vom Schriftstellerverband mit Kollegen zur Propagandaarbeit aufs Land geschickt, und zwar ausgerechnet nach Siliștea Gumești, in die Gegend, aus der die Familie Moromete kommt. Szenen aus dem Film von 1987 werden als zeitgenössisch für das Jahr 1954 genommen. Niculae ist hin- und hergerissen zwischen seinen Vorstellungen von Literatur und den Anforderungen des Verbands, denen er zu genügen hat, und denen er sich auch ziemlich pragmatisch unterwirft, er hadert nur persönlich. In klassischem Schwarz-Weiß erzählt Stere Gulea davon, wie sich die Parteiideologie konsolidiert und der alles durchwirkende Staat entsteht, der dann bis 1989 bestehen blieb. In der Schlusspointe erweist sich schließlich, dass Niculae die ganze Zeit, in der er sich ein wenig als Mann ohne Eigenschaften durch die Widrigkeiten mogelt, schon etwas für die Schublade schreibt, von dem ihm eine junge Frau, die er heiraten wird, deutlich macht, dass es große Literatur ist: Der Roman »Moromeții« kommt in dieser Version aus der Familie Moromete selbst.
Eintrittspreis 5 € (3 € bei MFZ-Mitgliedschaft), Aufschläge bei Überlänge, Live-Musik oder 3D. Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.


