Maia – Portret cu mâini (Maia – Portrait with Hands) | Rumänien 2024 | R+B+S: Alexandra Gulea | K: George Chiper-Lillemark, Nicu Ilfoveanu, Andreas Bolm | M: Vlaicu Golcea, Stephan Dunkelman, Stéphane Karo | Mit: Alexandra Gulea, Stere Gulea, Maria Cuzmin, Emilia Dobrin, Vava Ștefănescu | 90 min | OmeU | Eine Videoaufnahme von Alexandra Guleas Großmutter Alexandra / Maia bildet den Ausgangspunkt für diesen Film über ein Jahrhundert rumänischer Geschichte und drei Generationen einer prominenten Familie. Man sieht die alte Frau auf ihrem Bett, sie trägt ein schwarzes Kopftuch, und sie erzählt. In ihrer Geschichte spiegeln sich die komplexen Verhältnisse in Südosteuropa in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Guleas kommen aus der Minderheit der Aromanen (Macedoromanen), sie sind aus Thessaloniki eingewandert. Alexandra Gulea rekonstruiert das, was an Erinnerungen noch zu erreichen ist: eine alte Kultur, die mit der Aufzucht und der Wanderschaft mit Schafen ihr Auskommen fand; die Erfahrungen, die in der Familie mit der kommunistischen Gewalt gemacht wurden. Sie wählt dafür auch poetische Mittel, benutzt Animationen, wo ihr Bilder fehlen, und lässt die Schleier der Imagination über den Fakten immer wieder deutlich werden. Der heute bekannteste Mann in der Generationenfolge, ihr Vater Stere Gulea, Regisseur der drei Moromeții-Filme, bleibt weitgehend am Rand. Denn der Akzent bei Alexandra Gulea liegt auf einer weiblichen Perspektive.
Eintrittspreis 5 € (3 € bei MFZ-Mitgliedschaft), Aufschläge bei Überlänge, Live-Musik oder 3D. Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.



