Karbid und Sauerampfer | DDR 1963 | R+B: Frank Beyer | K: Günter Marczinkowsky | M: Joachim Werzlau | D: Erwin Geschonneck, Marita Böhme, Manja Behrens, Margot Busse, Rudolf Asmus, Hans-Dieter Schlegel | 85 min | Eine der besten Komödien der ostdeutschen DEFA-Produktion, die zu den größten Publikumserfolgen des Schauspielers Erwin Geschonneck wurde. »Die Handlung beginnt und endet im zerstörten Dresden. Um den Betrieb in einer Zigarettenfabrik wieder in Schwung zu bringen, wird dringend Karbid benötigt. Ein beherzter Arbeiter macht sich von Wittenberg aus auf den beschwerlichen Weg nach Dresden mit sieben Fässern Karbid durch ein besetztes Land. KARBID UND SAUERAMPFER stellt eine Art Road Movie (und auch ›Boat Movie‹) durch das östliche Deutschland unmittelbar nach Kriegsende dar. Das war ein neuer Ansatz: den parteipolitisch hoch aufgeladenen Topos des ›demokratischen Neu-Aufbaus‹ quasi durch die Hintertür zu erzählen, als Schelmengeschichte. Beyer erinnerte sich später an die Unsicherheit, ob so ein Film 1945 spielen könne und das überhaupt Gegenstand einer Komödie sein dürfe. Das Konzept ging auf, KARBID UND SAUERAMPFER wurde als Signal des Tauwetters verstanden – wie der Film ja auch gemeint war – und von einem breiten Publikum begeistert aufgenommen.« (Claus Loeser)
Eintrittspreis 5 € (3 € bei MFZ-Mitgliedschaft), Aufschläge bei Überlänge, Live-Musik oder 3D. Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.



