Barry Lyndon | Großbritannien 1975 | R+B: Stanley Kubrick, nach dem Roman von William Makepeace Thackeray | K: John Alcott, Paddy Carey | M: Leonard Rosenman | D: Ryan O’Neal, Marisa Berenson, Patrick Magee, Hardy Krüger, Steven Berkoff, Gay Hamilton, Marie Kean, Frank Middlemass | 185 min | OF | Redmond Barry, irischer Abenteurer und Glücksspieler, steigt aufgrund von Zufällen und Intrigen in den britischen Adel auf. Durch die Heirat mit der verwitweten Lady Lyndon darf er sich hinfort Barry Lyndon nennen. So schnell, wie er aufgestiegen ist, fällt er wieder, durch eigene Fehltritte und unglückliche Umstände. Kubrick drehte den im 18. Jahrhundert angesiedelten Historienfilm an Originalschauplätzen in Irland, England und Deutschland, z.B. im Park und Neuen Palais in Sanssouci. BARRY LYNDON besticht durch die extreme Langsamkeit in der Erzählweise, die im Kontrast zur beschleunigten sozialen Mobilität seines Helden steht. Kubrick entwarf tableaux vivants, die er mit charakteristischen Rückwärtsfahrten drehte, lebende Gemälde, die sich an der Schönheit barocker Malerei orientierten. Er verwendete Originalkostüme und ließ die zusätzlichen Kostüme mit historischen Stoffen schneidern. Da die Farben mit Kunstlicht eine gänzlich andere Wirkung hatten als auf barocken Bildern, drehte er die Nachtszenen mit eigens von Zeiss für die NASA entwickelten Objektiven und hochempfindlichem Filmmaterial bei Kerzenlicht.
Eintrittspreis 5 € (3 € bei MFZ-Mitgliedschaft), Aufschläge bei Überlänge, Live-Musik oder 3D. Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.



