Der Golem, wie er in die Welt kam

Internationale Stummfilmtage
Live-Musik: Mark Pogolski, Sabrina Zimmermann

Der Golem, wie er in die Welt kam
Deutschland 1920 | Regie: Paul Wegener | Drehbuch: Paul Wegener, Henrik Galeen | Kamera: Karl Freund | Darsteller: Paul Wegener, Albert Steinrück, Lyda Salmonova, Ernst Deutsch, Loni Nest | 91 min | Farbe: viragiert | Zwischentitel: deutsch | Musikbegleitung: Mark Pogolski (Klavier), Sabrina Zimmermann (Violine), nach der Originalpartitur von Hans Landsberger, bearbeitet von Richard Siedhoff

Premiere des neu rekonstruierten expressionistischen Filmklassikers mit der wieder aufgefundenen legendären Originalmusik von Dr. Hans Landsberger. Seit den 1990er Jahren hat das Filmmuseum München unter Heranziehung von Filmmaterial aus verschiedenen Archiven in aller Welt versucht, den Film rekonstruieren und wieder in seine ursprüngliche Form zu bringen. Erst unter Einbeziehung des erst vor einigen Jahren entdeckten, aber leider nur unvollständig erhaltenen Originalnegativs, das in der Cinémathèque Royale de Belgique aufbewahrt wird, einer Kopie der amerikanischen Verleihfassung im George Eastman Museum in Rochester und einer eingefärbten italienischen Version des Films konnte jetzt mit Hilfe einer Partitur der wiederentdeckten Originalmusik von Hans Landsberger eine neue, definitive Fassung in deutlich verbesserter Bildqualität erstellt werden. Richard Siedhoff hat Landsbergers Musik rekonstruiert, von der er zusammen mit Sabrina Zimmermann und Mark Pogolski eine Version für Violine und Klavier hergestellt hat, die zum ersten Mal aufgeführt wird.

Ein Markstein in der Entwicklung der Kinematographie. Der Kritiker, der zu den Dingen Distanz bewahren muss, hat die Pflicht festzustellen, womit die künstlerische Wirkung erzielt wird. Erstens durch das Manuskript Wegeners, das die Gesetze der dramatischen Steigerung vollkommen zum Ausdruck bringt. Eine reife Dichtung, in keinem Bilde Nebensächliches, in keiner Szene Überflüssiges. Zweitens durch den Stoff, der aus dem Urquell alles Filmmäßigen, der Phantastik, geschöpft ist. Drittens durch die Architektur Professor Poelzigs, die einen bezaubernden Rahmen gab. Viertens durch die Regie Wegeners, die mit wachem Auge das Bildmäßige in den Vordergrund stellte, fünftens durch die Darstellung, die sowohl als Ganzes, als auch in jeder Einzelleistung von einer bisher nie gezeigten Vollendung war, und schließlich durch die für diese Filmschöpfung besonders komponierte sinfonische Tondichtung Hans Landsbergers. Der große Eindruck ist dadurch erzielt, dass alle diese Faktoren zu einem untrennbaren Ganzen vereint sind.

(8-Uhr-Abendblatt, 30.10.1920)

Eintrittspreise 6 € (5 € für MFZ-Mitglieder). Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.


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